Im Wald fühlt sich der Sommer anders an. Ruhiger, echter und manchmal ein bisschen unberechenbar

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Volontärin · HAK1 Klagenfurt - Handelsakademie & Handelsschule
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06.05.2026
2 Min.

Ein paar Schritte reichen, und aus Hitze und Lärm wird plötzlich Stille zwischen den Bäumen. Im Wald finde ich meinen Lieblingsplatz, irgendwo zwischen Lesen, Abschalten und kleinen Momenten, die mich immer wieder kurz zusammenzucken lassen.

Zwischen Vogelgezwitscher, Sonnenstrahlen und ein paar nervigen Gelsen ist der Wald mein ruhiger und liebster Sommerplatz. (Foto: meins)

Ich bleibe kurz am Waldrand stehen und wische mir mit der Hand über die Stirn. Der Weg bis hierher war heiß, die Sonne knallt auf den Boden und mein T Shirt klebt schon ein bisschen am Rücken. Dann mache ich die ersten Schritte zwischen die Bäume. Unter meinen Schuhen knirschen kleine Steine, irgendwo raschelt es im Gebüsch und ich schaue kurz zur Seite, obwohl dort wahrscheinlich nur ein Vogel sitzt. Trotzdem erschrecke ich mich für eine Sekunde. Genau solche kleinen Momente mag ich am Wald im Sommer. Draußen ist alles hell, laut und warm, aber zwischen den Bäumen fühlt sich plötzlich alles ruhiger an.

Planlos fühlt sich gut an

Wenn ich im Wald spazieren gehe, habe ich meistens keinen genauen Plan. Ich gehe einfach los, schaue mich um und genieße die frische Luft. Der Boden riecht nach Erde, die Blätter bewegen sich leicht im Wind und irgendwo zwitschern die Vögel. Dieses Zwitschern beruhigt mich total. Es klingt nicht laut oder störend, sondern eher so, als würde der Wald leise Musik spielen.

Oft nehme ich auch ein Buch mit. Dann suche ich mir einen ruhigen Platz, setze mich hin und lese ein paar Seiten. Für kurze Zeit fühlt sich das fast perfekt an. Ich sitze mitten in der Natur, höre die Vögel und vergesse kurz alles um mich herum. Leider dauert dieser perfekte Moment meistens nicht besonders lange, weil die Gelsen auftauchen. Sobald ich gemütlich sitze, kommen sie gefühlt aus allen Richtungen. Ich versuche zu lesen, aber gleichzeitig schlage ich alle paar Sekunden nach meinem Arm, weil irgendeine Gelse wieder glaubt, ich wäre ihr Sommerbuffet.

Trotzdem mag ich den Wald genau so, wie er ist. Er ist ruhig, aber nicht langweilig. Er ist schön, aber nicht perfekt. Ich kann dort spazieren, lesen, nachdenken oder einfach kurz abschalten. Auch wenn mich die Gelsen beim Lesen manchmal komplett aus der Konzentration bringen, gehört das für mich irgendwie dazu. Der Wald ist im Sommer mein Lieblingsplatz, weil ich dort Natur, Ruhe und ein bisschen Abenteuer auf einmal habe.



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