Bedrohliche Musik, hektischer Szenenwechsel und dramatische Ausschnitte: Das erwartet dich, wenn du die Serie "Im Namen der Gerechtigkeit" verfolgst. Sieben verschieden Anwälte werden in alle möglichen Fälle involviert. Egal, ob es um Familiendrama, Ehestreit oder sogar schwere Verbrechen geht, diese sieben Anwälte und Anwältinnen versuchen, jeden Fall zu lösen und bringen sich nicht selten in Gefahr. Oft werden selbst sie in Verbrechen verwickelt und müssen gerettet werden. Diese Serie hat mich nicht nur auf den Beruf der Anwältin neugierig gemacht, sondern jetzt, kurz vor dem Schulabschluss mich sogar vor die Option gestellt, ihn sogar in der Zukunft selbst auszuüben.
Beratung in kniffeligen Situationen
Es gibt viele verschiedene Fachbereiche, die sich mit dem Recht beschäftigen. Nicht wie in vielen bekannten Serien muss ein(e) Rechtsanwält*in nur Menschen vertreten, die schwere Verbrechen begehen. Auch in Bereichen wie Scheidung, Familienkonflikten, finanziellen oder steuerlichen Angelegenheiten kann ein(e) Rechtsanwält*in helfen. Wer also bei dieser Berufswahl erwartet, nur in dramatischen und sehr spannenden Kriminalfällen beigezogen zu werden, irrt sich.
Ich interessiere mich nun wie gesagt für diesen Beruf und überlege, nach der Schule in diese Richtung zu gehen. Denn Recht und wie Menschen mit Konflikten und miteinander umgehen, interessiert mich. Besonders interessiert mich dabei das Verhalten bei Menschen im strafrechtlichen Bereich. Wieso tun Menschen das? Was genau hat sie dazu veranlasst? Und trifft die Schuld für ihre Taten wirklich immer nur die Täter? Natürlich gehört Vieles davon zur Psychologie und Soziologie, jedoch macht sich ein(e) Rechtsanwält*in Gedanken über die jeweilige Klient*in und stellt sich die Frage, ob es moralisch in Ordnung ist, diese Person zu vertreten.
Schweigepflicht
Schwierigkeiten gibt es in diesem Beruf natürlich auch: Ein(e) Rechtsanwält*in unterliegt genauso wie Ärzt*innen der Schweigepflicht und muss mit dem Umgang der von Klient*innen preisgegebenen Informationen vorsichtig und achtsam umgehen. So arbeiten Anwält*innen auch oft mit der Polizei zusammen und können sich deswegen in heikle Situationen verwickeln. Teilen sie vertrauliche Informationen mit, die zwar zum Lösen eines Falles beitragen, aber nicht weitergegeben werden dürfen, müssen Anwält*innen geschickt und clever handeln, um sich aus dieser Zwickmühle zu befreien.
Trotz solcher Herausforderungen spricht mich dieser Beruf sehr an und auf jeden Fall ist er eine Option für meine Zukunft. Vielleicht finde ich mich ja in ein paar Jahren in meiner eigenen Anwaltskanzlei wieder :)
(Eine Empfehlung zum Schauen in diese und ähnliche Richtung: Auf YouTube: „Im Namen der Gerechtigkeit“ (Anwaltsserie) und „Richter Hold“ (Gerichtsprozesse oft nach realen Fällen frei nacherzählt)
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