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Gap Year: Verliere ich bloß ein Jahr, oder finde ich mich vielleicht selbst?

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Volontärin · Bundes-Bildungsanstalt für Sozial- und Elementarpädagogik
02.04.2026
2 Min.

Vier Jahre Volksschule, vier Jahre Gymnasium und fünf Jahre BHS für Sozialpädagogik – und plötzlich stehe ich vor der Frage: Was kommt jetzt? Der Berufsbereich ist riesengroß, gleichzeitig reizt mich auch ein Studium. Doch je mehr Möglichkeiten ich sehe, desto schwieriger wird die Entscheidung: Was passt wirklich zu mir?

 

Einmal die Welt sehen: vielleicht brauche ich das, um mich selbst zu finden (Foto: Shutterstock)

Ich sitze vor der Anmeldung für ein Studium und starre auf die vielen Möglichkeiten. Immer wieder scrolle ich durch die Liste, doch je mehr ich lese, desto unsicherer werde ich. Irgendwie interessiert mich vieles, aber nichts fühlt sich zu hundert Prozent richtig an. Genau in diesem Moment merke ich, wie schwer es ist, eine Entscheidung für die Zukunft zu treffen.

Ich möchte studieren, doch ich weiß noch nicht, welches Fach genau. Viele Themen sprechen mich an, und ich begeistere mich schnell für Neues. Gleichzeitig spüre ich aber auch den Wunsch, etwas von der Welt zu sehen, zu reisen und andere Kulturen kennenzulernen.

Die Entscheidung für ein Auslandsjahr als Au-pair

Die Idee, ein Jahr als Au-pair ins Ausland zu gehen, lässt mich nicht mehr los. Zum ersten Mal habe ich davon durch eine Freundin gehört, die selbst darüber nachdenkt. Seitdem spreche ich auch immer wieder mit meinen Eltern darüber.

Einerseits finden sie die Idee spannend, andererseits machen wir uns alle Gedanken darüber, was das für meine Zukunft bedeutet. Am meisten Angst habe ich davor, „Zeit zu verlieren“ oder später hinter meinen Freunden zu sein.

Denn während viele in meinem Umfeld direkt mit dem Studium beginnen, wäre ich noch im Ausland. Ich würde mein eigenes Einkommen weiter nach hinten verschieben und länger finanziell von meinen Eltern abhängig bleiben. Diese Gedanken lassen mich oft zweifeln und machen die Entscheidung nicht leichter.

Erfahrungen und neue Perspektiven im Ausland

Gleichzeitig weiß ich, dass mir ein Auslandsjahr Dinge bieten könnte, die ich hier kaum erleben kann. Ich würde neue Menschen kennenlernen, in eine andere Kultur eintauchen und vielleicht sogar eine neue Sprache lernen oder mein Englisch deutlich verbessern.

Solche Erfahrungen könnten mir helfen, mich selbst besser kennenzulernen – und vielleicht finde ich in dieser Zeit auch heraus, was ich wirklich studieren möchte. Wer weiß, vielleicht begegnet man dabei sogar Menschen, die das eigene Leben nachhaltig verändern.

Im Moment weiß ich noch nicht, welchen Weg ich wählen werde. Doch vielleicht ist genau diese Unsicherheit ein Teil des Prozesses. Ein Jahr „Umweg“ könnte am Ende genau das sein, was ich brauche, um später die richtige Entscheidung für mich zu treffen.




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