KI-optimiert

Ich will vom perfekten Urlaub einfach alles und auf Madeira hab ich das gefunden

Kein Profil-Bild gefunden.
198
TOP 50 Autorin
Volontärin · BRG Kufstein
2 Kommentare
29.09.2026
6 Min.

„Wollen wir noch weiterfahren oder schon runter zum Meer?“ Genau diese Frage beschreibt für mich gut, wie ein perfekter Urlaub aussehen muss. Ich möchte unterwegs sein, neue Orte entdecken und etwas erleben, aber genauso die Möglichkeit haben, einfach am Meer zu liegen und abzuschalten. Auf Madeira habe ich gemerkt, dass ich nicht nur ein einziger Urlaubstyp bin. Ich verrate euch aber auch, wo meine Freundinnen glücklich sind.

Das wunderschöne Madeira erfüllt meine Seele. (Foto: Hanna Michlmayr)

Ein Urlaubstag, der eigentlich alles sagt

„Wollen wir noch weiter oder fahren wir hier runter zum Meer?“ Wir sitzen im Auto und sind gerade vom Flughafen auf dem Weg zu unserem Hotel. Ich schaue aus dem Fenster und versuche, möglichst viel von der Landschaft aufzunehmen. Die Straße führt durch die bergige Landschaft Madeiras, immer wieder tauchen Häuser zwischen dem Grün auf und irgendwann sieht man zwischen den Bergen den Atlantik. Allein die Fahrt fühlt sich schon anders an als eine normale Autofahrt zu Hause. Hinter jeder Kurve verändert sich die Landschaft.

Ich mag genau solche Momente im Urlaub. Man sitzt nicht einfach nur irgendwo und wartet darauf, dass der Tag vorbeigeht, sondern ist unterwegs und weiß noch nicht genau, was einen erwartet. Gleichzeitig ist aber klar: Irgendwann werden wir am Meer sein, und spätestens beim Abendessen wird der Tag ruhig ausklingen.

Flug nach Madeira


Zwischen Bergen, Meer und einem langen Abend

Auf Madeira haben wir 2024 mit meiner Familie genau diese Mischung erlebt. Die Insel liegt im Atlantischen Ozean und ist vor allem für ihre außergewöhnliche Landschaft bekannt. Berge, steile Küsten, grüne Täler und das Meer liegen hier unglaublich nah beieinander. Dadurch kann ein Urlaubstag ganz unterschiedlich aussehen: Man kann unterwegs sein, eine Landschaft erkunden oder wandern und später trotzdem noch am Wasser sitzen.

Was mir außerdem sehr gut gefallen hat, war das Klima. Ich bin überhaupt nicht der Typ für einen Urlaub, bei dem es jeden Tag um die 40 Grad hat und man schon beim Verlassen des Hotels das Gefühl bekommt, dass man sich möglichst schnell wieder irgendwo im Schatten verstecken sollte. Temperaturen um die 25 bis 30 Grad sind für mich viel angenehmer. Man kann draußen sein, etwas unternehmen und trotzdem noch entspannt den Tag genießen.

Und genau das haben wir auf Madeira gemacht. Nach einem Tag, an dem wir viel gesehen und erlebt hatten, ging es am Abend zum Essen. Vor uns standen verschiedene Gerichte, darunter auch mehrere Meeresfrüchte. Besonders der Oktopus ist mir in Erinnerung geblieben. Für mich gehört genau so etwas zu einem gelungenen Urlaub: tagsüber etwas erleben und am Abend bei gutem Essen den Tag Revue passieren lassen.

Genau diese Mischung suche ich

Auf Madeira habe ich deshalb gemerkt, dass mein Urlaubstyp eigentlich aus mehreren Teilen besteht. Ich könnte mich nicht dauerhaft für nur eine Sache entscheiden. Einen reinen Strandurlaub würde ich wahrscheinlich nach einigen Tagen langweilig finden. Einen reinen Städtetrip könnte ich ebenfalls genießen, aber irgendwann würde mir das Meer fehlen. Und auch zwei Wochen Wandern wären für mich nicht die perfekte Lösung.

Am liebsten habe ich einen Urlaub, bei dem ich morgens noch nicht genau weiß, wie der Tag endet. Vielleicht geht es zuerst in eine Stadt, danach an den Strand und am Abend in ein Restaurant. Oder man verbringt den Vormittag mit einer Wanderung und liegt am Nachmittag einfach am Meer. Für mich ist diese Abwechslung kein Stress, sondern genau das, was einen Urlaub interessant macht.

Mein perfekter zweiwöchiger Urlaub wäre deshalb ungefähr halb Erholung und halb Abenteuer. Eine Hälfte darf ruhig aus Strand, Meer und Entspannung bestehen. Die andere Hälfte möchte ich unterwegs sein, neue Orte sehen, gut essen, vielleicht wandern oder abends etwas unternehmen.


Meeresfrüchte


Barcelona wäre für mich fast die perfekte Kombination

Ein Ort, der ziemlich genau in dieses Bild passt, ist Barcelona. Ich mag Großstädte grundsätzlich, aber besonders interessant finde ich Städte, die direkt am Meer liegen. Barcelona verbindet für mich genau die beiden Seiten, zwischen denen ich mich bei der Urlaubsplanung oft nicht entscheiden kann.

Man kann durch die Stadt gehen, Architektur anschauen, essen gehen oder einfach durch verschiedene Viertel spazieren. Und wenn man irgendwann genug von der Stadt hat, ist das Meer nicht weit entfernt. Genau dieser Wechsel macht den Unterschied. Ich möchte nicht das Gefühl haben, dass ich mich für die gesamte Reise auf eine einzige Beschäftigung festlegen muss.


Casa Batllo in Barcelona


Meine Freundin Vanessa würde meinen Urlaubstyp wahrscheinlich nicht ganz verstehen. Für sie ist ein Städtetrip der ideale Urlaub. Besonders Kopenhagen gefällt ihr. An den nordischen Städten mag sie vor allem die Kultur, die Architektur und die besondere Atmosphäre.

„Ich mag Kopenhagen besonders, weil man die Stadt super mit dem Fahrrad erkunden kann und dabei ständig neue Ecken entdeckt. Auch die Häuser und die Architektur gefallen mir richtig gut“, sagt Vanessa.

Das Interessante daran ist, dass wir uns bei einem Punkt trotzdem ziemlich ähnlich sind: Wir wollen beide unterwegs sein und einen Ort entdecken. Der Unterschied liegt eher darin, was wir entdecken möchten. Vanessa interessiert sich vor allem für Städte, Architektur und Kultur. Ich möchte zusätzlich das Meer und die Natur in der Nähe haben.


Von Vanessa gemachtes Foto aus Copenhagen



Für meine andere Freundin darf jeder Tag gleich aussehen

Meine zweite Freundin hat wiederum eine komplett andere Vorstellung von Urlaub. Bei ihr muss es nicht jeden Tag etwas Neues geben. Im Gegenteil: Genau die Wiederholung macht für sie Erholung aus.

„Ich will im Urlaub einfach abschalten. Aufstehen, Gym, Pool, Meer, Abendessen , und am nächsten Tag kann es von mir aus wieder genauso sein“, beschreibt sie ihren perfekten Urlaub.

Auch das kann ich nachvollziehen. Es muss unglaublich angenehm sein, einmal zwei Wochen lang nichts organisieren zu müssen. Kein Ausflugsziel suchen, keine Öffnungszeiten beachten und keine Entscheidung darüber treffen, was man heute machen könnte. Einfach aufstehen und wissen, dass der Pool und das Meer schon warten.

Für mich würde das wahrscheinlich trotzdem irgendwann zu eintönig werden. Nach ein paar Tagen hätte ich vermutlich Lust, etwas Neues zu sehen. Genau deshalb finde ich ihren Urlaubstyp interessant: Was für mich irgendwann langweilig wäre, ist für sie genau das, was einen Urlaub perfekt macht.


Steinstrand in Madeira



Drei Menschen, drei Vorstellungen von Urlaub

Wenn ich unsere drei Urlaubstypen miteinander vergleiche, könnte man fast sagen, dass wir drei unterschiedliche Antworten auf dieselbe Frage haben. Vanessa möchte Städte erleben und dabei möglichst viel entdecken. Meine zweite Freundin möchte vor allem abschalten und ihren Alltag hinter sich lassen. Ich selbst brauche eine Mischung aus beidem.

Genau deshalb sind für mich Orte wie Madeira, Barcelona oder die Algarve so interessant. Sie lassen verschiedene Arten von Urlaub zu. Ich kann einen Tag aktiv sein und am nächsten entspannen. Ich kann eine Stadt erkunden und danach ans Meer gehen. Ich kann wandern und am Abend in einem Restaurant sitzen. Oder ich kann einfach einmal einen ganzen Nachmittag nichts machen.

Vielleicht ist das auch der Grund, warum mir der Urlaub auf Madeira so stark in Erinnerung geblieben ist. Es war nicht nur das Meer und es waren nicht nur die Berge. Es war die Kombination: morgens unterwegs, tagsüber etwas erleben, zwischendurch die Landschaft genießen und am Abend bei gutem Essen zusammensitzen. Genau dieser Wechsel zwischen Abenteuer und Entspannung fühlt sich für mich nach Urlaub an.

Meine persönliche Urlaubsformel

Wenn ich meinen perfekten Urlaub in einer einfachen Formel beschreiben müsste, wäre es deshalb: Meer plus Stadt plus Natur plus gutes Essen , und dazwischen genug Zeit, einfach einmal nichts zu tun.

Ich brauche keinen Urlaub, bei dem jeden Tag etwas Spektakuläres passiert. Aber ich möchte die Möglichkeit haben, dass etwas passieren kann. Ich möchte morgens losfahren können, ohne genau zu wissen, was hinter der nächsten Kurve kommt, und abends trotzdem irgendwo am Meer sitzen und den Tag ruhig ausklingen lassen.

Vielleicht ist genau diese Mischung mein eigentlicher Urlaubstyp: nicht Strand oder Stadt, nicht Abenteuer oder Entspannung, sondern ein Urlaub, in dem ich zwischen all diesen Dingen wechseln kann.




dertour Logo

Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch DERTOUR Austria.

Kommentare