Viele jungen Menschen suchen eine Lehrstelle. Trotz vieler Versuche finden sie nichts. Obwohl sie sich bemühen, zahlreiche Bewerbungen schreiben und sich bei den Vorstellungsgesprächen große Mühe geben. Trotzdem ohne Erfolg. Dadurch kommt manchmal der Gedanke auf, nicht gut genug zu sein.
Dieses Gefühl kennen viele
Dieses Gefühl kennen viele. Doch woher kommt es eigentlich? Warum denken wir so?
Ein Grund dafür ist, dass wir uns sehr stark auf unser Umfeld konzentrieren und uns ständig mit anderen vergleichen. Dadurch entsteht schnell das Gefühl, nicht gut genug zu sein oder anders zu sein als die anderen. Dabei ist das ein Irrglaube: Jeder Mensch ist auf seine eigene Art wertvoll. Wir alle versuchen täglich unser Bestes, unabhängig davon, wie oft uns das gelingt.
Trotzdem taucht dieses Gefühl immer wieder auf. Oft sogar, obwohl wir es gar nicht bewusst denken wollen.
Wir alle kennen es
Egal ob die „Coolen“, die Unsicheren oder die scheinbar sehr Selbstbewussten, fast jede Person kennt Momente, in denen sie sich nicht gut genug fühlt. Auch erfolgreiche Menschen oder Influencer sind davon nicht ausgeschlossen. Viele Menschen in unserem Umfeld kämpfen mit genau solchen Gedanken, auch wenn man es ihnen von außen nicht ansieht.
Woher diese Unsicherheit kommt
Diese Unsicherheit entsteht oft durch unser eigenes Denken und durch sogenanntes „Overthinking“, also starkes oder ständiges Grübeln über bestimmte Situationen.
In den letzten Jahren spielt auch Social Media eine große Rolle dabei. Auf Plattformen wie TikTok oder Instagram sieht man häufig scheinbar perfekte Leben: große Freundeskreise, perfekte Körper, ständiges Glück. Dadurch entsteht schnell das Gefühl, selbst nicht mithalten zu können.
Was dabei oft vergessen wird: Viele dieser Inhalte zeigen nur eine gefilterte oder inszenierte Realität, die im echten Leben so nicht existiert.
Gedanken, die täglich auftauchen
Solche Vergleiche passieren im Alltag ständig:
Auf der Straße sieht man eine Gruppe von Freund:innen und denkt:
„Warum habe ich nicht so eine Freundesgruppe?“
Im Fitnessstudio entsteht der Gedanke:
„Wie hat diese Person so einen Körper? Ich hätte das auch gerne.“
Im Restaurant vielleicht:
„Wie kann sie so viel essen und trotzdem so schlank bleiben?“
Oder im Unterricht:
„Wie kann er diese Antwort sofort wissen? Warum fällt mir das nicht ein?“
Diese Gedanken entstehen oft automatisch und ohne dass wir sie wirklich steuern.
Kann man diese Unsicherheit abschalten?
Die ehrliche Antwort ist: komplett abschalten lässt sich dieses Gefühl nicht.
Unsicherheit und Selbstzweifel gehören zum Leben dazu. Aber der Umgang damit kann sich verändern. Wenn der Fokus mehr auf das eigene Leben und weniger auf den Vergleich mit anderen gelegt wird, verlieren diese Gedanken an Stärke.
Die wichtigste Erkenntnis
Das Gefühl, nicht gut genug zu sein, entsteht oft dadurch, dass wir uns zu sehr mit dem Leben anderer beschäftigen, obwohl wir deren Realität eigentlich gar nicht kennen.
Vielleicht ist der wichtigste Schritt, den Blick wieder mehr auf das eigene Leben zu richten. Jeder Mensch hat nur dieses eine Leben. Und genau deshalb lohnt es sich, es nicht ständig mit Unsicherheit zu füllen, sondern mit eigenen Erfahrungen, Entwicklungen und positiven Momenten.
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