Vegan zu leben heißt nicht nur, auf Fleisch zu verzichten, sondern auch Lebensmittel wie Eier, Milch und andere tierische Produkte zu ersetzen. Ich habe es einen Tag lang ausprobiert und ausschließlich auf pflanzliche Lebensmittel gesetzt: Obst zum Frühstück, ein Hülsenfruchtcurry mit Falafel zu Mittag und einen Salat mit verschiedenen Toppings am Abend. Das klingt an sich nicht schlecht, doch als routinierter Fleischesser muss ich auf solche Kreationen erst einmal kommen.
Alternativen finden
Am schwierigsten ist es sicherlich, passende Alternativen zu finden und von gewohnten Produkten abzusehen. Viele Lebensmittel, die gesund und völlig alltagstauglich sind, sind mir oft gar nicht so vertraut. Deshalb hat dieses Experiment für mich persönlich viel Zeit in Anspruch genommen, um geeignete und kochtechnisch auch umsetzbare Alternativen zu finden.
Ich war anfangs schnell überfordert, weil ich oft gar nicht wusste, welche Möglichkeiten die vegane Küche bietet. Dadurch hat mich dieser Versuch einiges an Zeit und Überwindung gekostet. Wenn ich diesen Lebensstil öfter verfolgen oder sogar dauerhaft vegan leben würde, glaube ich, dass ich durchaus unbeschwert, gesund und satt sein könnte. Auch meine Mahlzeiten in diesem Experiment waren überraschend sättigend und geschmackvoll.
Währenddessen habe ich einiges gelernt und meine Sichtweise sogar ein wenig verändert. Trotzdem möchte ich so leben, wie ich mich persönlich am wohlsten fühle. Ein bewusster Umgang mit Lebensmitteln, ob tierisch oder pflanzlich, ist mir in beiden Fällen wichtig.
Zu Beginn war ich, um ehrlich zu sein, äußerst skeptisch. Was soll ich essen? Wie bereite ich das zu? Und vor allem: Was darf ich überhaupt verwenden? Diese und viele weitere Fragen gingen mir ständig durch den Kopf. Als ich mit dem Kochen begann, griff ich fast automatisch zur Butter, ein Fixbestandteil in fast all meinen „normalen“ Mahlzeiten. Erst später fiel mir wieder ein, dass auch diese tabu ist. Bei der Zubereitung war ich sichtbar angespannt, ich habe jedes Lebensmittel hinterfragt und dadurch sehr viel Zeit und Energie gebraucht.
Doch am Ende wurde ich belohnt: Mein erstes selbst gekochtes veganes Menü war überraschend gut und sättigend! Und ja, ein kleines bisschen Stolz war auch dabei, weil ich es geschafft habe.
Das Experiment war insgesamt eine spannende Erfahrung. Trotzdem werde ich Fleisch und tierische Produkte weiterhin als festen Bestandteil meiner Ernährung beibehalten. Dennoch kann ich mir gut vorstellen, pflanzliche Alternativen gelegentlich in meinen Speiseplan einzubauen.
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