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Ich bin genug. Ganz ohne Filter.

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17.11.2025
4 Min.

Alles hat gute und schlechte Seiten, so auch Social Media. Obwohl es mir anfangs schwerfiel, beides zu unterscheiden, habe ich dank bestimmter InfluencerInnen gelernt, worauf es wirklich ankommt: echt zu sein, sich selbst wertzuschätzen und das Beste aus Allem herauszuholen.

Bin ich echt? (Foto: Pixabay/marvelmozhko)

Wir alle sind jeden Tag in den sozialen Medien unterwegs. Mehrmals scrollen wir durch Instagram oder TikTok, folgen Freunden, Familie und InfluencerInnen. Doch kennst du dieses Gefühl, wenn du plötzlich merkst, dass dir das alles nicht guttut? Wenn du dich vergleichst und dir selbst unrealistische Ziele setzt, nur weil bei anderen alles perfekt zu sein scheint?

Auch mir ging es lange so. Mit der Zeit habe ich jedoch gelernt, wie wichtig es ist, nicht in der Online-Welt zu versinken, sondern im echten Leben anzukommen. Und überraschenderweise war es ausgerechnet Social Media selbst, das mir dabei geholfen hat, oder besser gesagt: die richtigen InfluencerInnen.

Social Media ≠ Realität

Die erste Lektion, die ich gelernt habe, lautet: „Alles, was du in den sozialen Medien siehst, ist Fake.“ Naja, vielleicht nicht wirklich alles, aber das meiste. Oft bin ich über einen Beitrag auf Instagram gestolpert oder habe ein TikTok gesehen, bei dem ich mir gedacht habe: „Ist das echt?!“ In fast allen Fällen war die Antwort: „Nein, das war Fake.“ Aber wen wundert das?

Wir leben im 21. Jahrhundert, in einem Zeitalter, in dem alles möglich ist. Mittlerweile hilft nicht nur Photoshop, unsere Makel zu retuschieren, sondern auch KIs greifen immer mehr in unsere Welt ein. Das zeigt sich besonders bei beliebten InfluencerInnen, die ihre Hautunreinheiten wegretuschieren oder sich schlanker darstellen.

Du bist genug, so wie du bist

Trotz der vielen verunsichernden Posts gibt es immer wieder ein paar Ausreißer. Erinnerungen daran, dass du okay bist, so wie du bist. Denn obwohl noch immer viel zu viele Stars unechte Fotos hochladen, gibt es auch jene, die ihr „echtes Ich“ zeigen, ganz ohne Make-up und Filter. Und genau das macht den Unterschied. Jedes Mal, wenn ich einem solchen Beitrag begegne, muss ich lächeln, weil ich weiß: Ich bin genug.

Selbstliebe und Selbstakzeptanz sind wichtig

Mein dritter Punkt geht noch weiter. Es ist gut zu wissen, dass fast alles, was im Internet zu finden ist, fake ist. Es ist gut zu wissen, dass du okay bist, so wie du bist. Was jedoch dazukommt, ist, dass es wichtig ist, sich selbst zu akzeptieren und sich selbst zu lieben. „Du musst nicht so sein, wie alle anderen.“ Diese Aussage trifft es sehr gut. Denn wenn ich wäre wie alle anderen, wäre ich dann noch ich?

Schlechte Erfahrungen definieren nicht dein Leben

Das, was mich zu dem Menschen macht, der ich heute bin, basiert größtenteils auf Erfahrungen, sowohl positiven als auch negativen. Beide prägen mein Leben. Doch es gibt einen markanten Unterschied: Während mich positive Erfahrungen aufmuntern, antreiben und motivieren, ziehen mich die negativen herunter. Was habe ich jetzt schon wieder falsch gemacht? Was ist mein Problem?

Das sind die Fragen, die mir in solchen Momenten durch den Kopf schießen. Mit der Zeit habe ich jedoch gelernt: Nur weil mir etwas Schlechtes passiert ist, heißt das nicht, dass ich schlecht bin oder dass mein Leben schlecht ist.

Betrachte alles aus einer positiven Perspektive

Ich denke, das Wichtigste ist, was du aus Dingen machst. Denn eines ist klar: Du kannst nicht alles kontrollieren. Manchmal musst du die Dinge so nehmen, wie sie kommen. Und gerade bei Negativem ist es umso wichtiger, zu versuchen, das Erlebte aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Etwas Positives zu finden in dem, was dich eigentlich herunterzieht. Und obwohl es einfacher gesagt als getan ist, glaube ich, dass diese Lektion entscheidend ist. Denn ich habe an mir selbst beobachtet, wie ich glücklicher wurde, besonders wenn ich versuche, immer das Positive zu sehen.

Das Leben ist schön

Abschließend ein paar Worte zu finden, ist gar nicht so leicht, trotzdem versuche ich es. Mir ist es wichtig, über dieses Thema zu sprechen und zu zeigen, dass du nicht alleine bist. Obwohl das meiste im Internet nicht real ist, wird es immer mehr InfluencerInnen geben, die dir zeigen, dass du wertvoll bist. Posts, die klarmachen, dass es okay ist, anders zu sein. Beiträge, die dich daran erinnern, an deine Träume zu glauben und nicht aufzugeben.

Und genau das ist es, was ich von meinen Vorbildern gelernt habe. Denn wir haben alle gute und schlechte Tage, Tage, an denen uns Social Media motiviert oder herunterzieht. Doch egal, was heute für ein Tag ist, eines bleibt: Sei du selbst! Es liegt an dir, eine Wahl zu treffen, zu entscheiden, wem du folgst und wie du Social Media für dich richtig nutzt.

 

1Jazz Thornton; itsrolislife; confident_beauties; _we_love_you_; spencer.barbosa


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