Kaffee interessiert mich nicht besonders, aber diesen einen bestimmten Kaffeemoment nach der Schule hab ich irgendwie eingerichtet. Das alles hat nichts damit zu tun, wie er schmeckt.
Meine kleine Pause
Ich komme nach der Schule nach Hause, schleudere meinen Rucksack in eine Ecke und mache mich sofort auf in die Küche. Meine Gedanken sind nach wie vor mit Tests, Hausaufgaben und all den anderen Gesprächen beschäftigt, die während des Tages passiert sind.
Ohne großartig darüber nachzudenken bereite ich mir einen Kaffee zu. Nur so ein ganz normaler Kaffee, mit Milch, keine extra Süßigkeiten oder so etwas.
Während die Maschine läuft, stehe ich nur da und genieße die Stille. Ich lehne mich an die Arbeitsfläche und höre diesen gleichmäßigen Ton, wobei ich nichts weiter tue.
Dann nehme ich den Kaffee, setze mich hin und trinke einen Schluck. Es interessiert mich weniger, wie er schmeckt. Es ist dieser Moment, den ich genieße.
Ein ganz anderer Moment
Es ist ein anderer Moment, wenn ich mit Freunden einen Kaffee trinke. Wir gehen irgendwo in ein Café, setzen uns hin und bleiben normalerweise ewig dort.
Jeder von uns trinkt etwas anderes. Dieser einer macht sich einen Iced Latte, ein anderer probiert sich irgendwas mit Karamel oder Hafermilch. Mich beschäftigt diese Frage, ob ich mal wieder etwas anderes probieren sollte, aber letztlich bleibt es bei meiner Wahl.
Wir plaudern über alles Mögliche – Schule, Menschen, all die kleinen Dinge, die irgendwie plötzlich wichtig werden. Und manchmal probieren wir gegenseitig unsere Getränke aus und sagen uns gegenseitig, welches von unseren Getränken besser schmeckt.
Dabei vergeht die Zeit irgendwie besonders schnell.
Was mir dabei auffällt
Was ich in den vergangenen Jahren gemerkt habe: Kaffee war schon lange nicht mehr nur Kaffee. Es gibt immer mehr Varianten – Iced Latte, Sirupe in Vanille oder Karamelgeschmack, Hafer- oder Mandelmilch. Fast jeder probiert stets neue Dinge, nur damit sie es anders haben.
Bei mir ist es gerade der andere Weg. Ich merke selbst nicht mehr, dass ich immer weniger davon trinke und es reicht mir ein einfacher Kaffee.
Es geht mir nicht darum, dass ich das Beste von dem habe. Es geht eher darum, mich zu entspannen oder Zeit mit meinen Freunden zu verbringen.
Ich weiß nicht, warum ich das so empfinde, aber bei mir hat sich Kaffee zu einem Moment verwandelt. Einem Moment, egal ob allein oder mit Freunden.
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