Natürlich schlafe ich in den Ferien auch gerne länger. Aber wenn ich ehrlich bin, fühlt sich ein Sommertag für mich besser an, wenn ich nicht einfach nur im Bett liege und durch TikTok scrolle. Viermal in der Woche gehe ich ins Gym. Nicht, weil ich muss, sondern weil ich es wirklich will. Es ist irgendwie der Teil vom Tag, bei dem ich merke, dass ich etwas für mich mache. Kopfhörer rein, Flasche auffüllen, Trainingsplan öffnen und los. Nach zehn Minuten ist der Kopf meistens schon ganz woanders. Schule, Stress, Nachrichten, alles wird leiser. Es zählen nur noch der nächste Satz, die Wiederholung und dieses Gefühl, wenn eine Übung besser läuft als letzte Woche.
Warum das Gym mehr ist als nur Sport
Viele glauben beim Gym sofort an Spiegel, Proteinshakes und Leute, die sich die ganze Zeit filmen. Ja, das gibt es auch. Aber für mich ist es eher ein Ort, an dem ich Struktur bekomme und abschalten kann. Gerade im Sommer, wenn jeder Tag irgendwie frei ist, hilft mir das. Ich habe einen Plan, ich habe ein Ziel und ich sehe, dass kleine Dinge etwas verändern können. Mehr Gewicht, sauberere Technik, mehr Ausdauer. Das klingt vielleicht nicht spektakulär, aber es gibt einem ein gutes Gefühl. Ein Freund von mir sagt oft: „Nach dem Training bist du einfach viel entspannter.“ Wahrscheinlich hat er sogar recht. Nach dem Gym bin ich ausgeglichener, besser drauf und meistens auch motivierter, noch etwas zu unternehmen.
Danach kommt der beste Teil
Das Beste am Sommer ist, dass der Tag nach dem Training nicht vorbei ist. Im Gegenteil. Oft schreiben Freunde schon währenddessen, ob wir schwimmen gehen. Dann duscht jeder schnell, irgendwer ist wie immer zu spät, und irgendwann treffen wir uns beim Wasser meist an der alten Donau oder am See oder einfach ein Platz, wo es nicht ganz so heiß ist, ist fast egal. Hauptsache, alle sind dabei. Beim Schwimmen geht es bei uns nicht nur ums Schwimmen. Es geht um dumme Gespräche, Snacks, Musik, und diese eine Person, die immer behauptet, das Wasser sei eh warm, obwohl es eiskalt ist. Genau solche Momente machen Ferien aus.
Freunde machen alles besser
Alleine trainieren ist gut, aber Sommer ohne Freunde wäre für mich nur halb so viel wert. Es geht nicht darum, jeden Tag etwas Besonderes zu erleben. Oft reicht es schon, zusammen irgendwo zu sitzen und einfach nur zu chillen. Einer erzählt irgendwas, der nächste lacht, dann wird diskutiert, wohin es später geht. Meine Mutter sagt manchmal: „Ihr seid eigentlich nie fertig mit Reden.“ Stimmt auch. Aber genau das mag ich. Unter dem Jahr ist oft alles getaktet. Schule, Lernen, Termine, irgendwas ist immer. Im Sommer fühlt sich Zeit anders an. Länger, lockerer und irgendwie ehrlicher.
WM schauen gehört auch dazu
Diesen Sommer gehört für mich auch WM schauen dazu. Es gibt kaum etwas Besseres, als nach einem langen Tag mit Freunden irgendwo zu sitzen und ein Spiel zu schauen. Jeder ist plötzlich Experte, obwohl die Hälfte vorher nicht einmal wusste, wer spielt. Bei Österreich Spielen ist es sowieso noch lauter. Da wird mitgefiebert, geschimpft, gehofft und diskutiert, als würden wir alle selbst auf der Bank sitzen. Genau das macht es so lustig. Sport ist dann nicht nur etwas, das im Fernsehen läuft. Es wird zu einem Grund, warum alle zusammenkommen.
Mein perfekter Ferientag
Mein perfekter Ferientag sieht ungefähr so aus: nicht zu früh aufstehen, aber auch nicht erst um drei. Dann ins Gym, ordentlich trainieren, kurz stolz sein, dass ich gegangen bin, danach Freunde treffen und schwimmen. Irgendwann etwas essen, vielleicht noch ein Eis, später ein WM Spiel schauen und am Heimweg merken, dass der Tag eigentlich ziemlich gut war, obwohl nichts Riesiges passiert ist. Genau das ist für mich Sommer. Nicht die perfekte Reise, nicht ein komplett durchgeplanter Urlaub, sondern diese Mischung aus Bewegung, Wasser, Freunden, Freiheit und der Sonne.
Warum ich daran festhalte
Das Gym gibt mir ein gutes Gefühl für mich selbst. Schwimmen gibt mir Sommergefühle. Meine Freunde geben dem Ganzen den Sinn. Zusammen ist das mein Hobby, auch wenn es nicht nur eine einzige Sache ist. Es ist eher eine Art, wie ich meine Ferien am liebsten verbringe. Ich will nicht jeden Tag nur herumliegen und warten, bis etwas passiert. Ich will rausgehen, trainieren, lachen, schwimmen, Spiele schauen und am Abend müde sein, weil der Tag wirklich stattgefunden hat. Genau deshalb gehört dieser Sommer für mich ins Gym, ans Wasser und zu meinen Freunden.
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