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Hobbs & Shaw: Wenn Gegner zu Partnern werden

Explosionen, internationale Schauplätze und zwei Hauptfiguren, die sich gegenseitig kaum ertragen können: „Fast & Furious: Hobbs & Shaw“ setzt weniger auf Autos, dafür umso mehr auf Action und Humor. Der Ableger der bekannten Filmreihe zeigt, wie aus Rivalität eine unfreiwillige Zusammenarbeit wird – mit viel Tempo und großen Stars.

Von Feinde auf Partnern (Foto: pixabay)

Der Film „Fast & Furious: Hobbs & Shaw“ hat mich gefesselt, weil er pure Action mit viel Humor verbindet. Obwohl er aus der bekannten Fast-&-Furious-Reihe stammt, funktioniert er auch ohne Vorwissen und setzt stärker auf die Gegensätze der Hauptfiguren als auf Autorennen.

Die Handlung

Im Mittelpunkt stehen Luke Hobbs und Deckard Shaw, zwei Männer, die sich eigentlich nicht ausstehen können. Trotzdem müssen sie zusammenarbeiten, um den Terroristen Brixton Lore aufzuhalten. Dieser ist durch modernste Technik fast unbesiegbar und bedroht die ganze Welt. Eine wichtige Rolle spielt auch Hattie Shaw, eine MI6-Agentin, die ein gefährliches Virus in sich trägt und gleichzeitig um ihr Leben kämpft. Die Handlung ist schnell, laut und international, mit Schauplätzen von London bis Samoa.

Die Schauspieler*innen

Dwayne Johnson überzeugt als Luke Hobbs mit viel Präsenz, Stärke und Charisma. Jason Statham spielt Deckard Shaw kühl, sarkastisch und sehr präzise. Besonders gut funktioniert das Zusammenspiel der beiden, da sie sich ständig provozieren und beleidigen. Idris Elba als Brixton Lore wirkt bedrohlich und modern, fast wie ein menschlicher Cyborg. Vanessa Kirby bringt als Hattie Shaw Intelligenz und Mut in die Geschichte und ist mehr als nur eine Nebenfigur.

Stärken und Schwächen

Zu den größten Stärken des Films gehören die Actionszenen, der Humor und die Chemie zwischen den Hauptdarstellern. Der Film nimmt sich selbst nicht zu ernst und setzt bewusst auf Übertreibung. Eine Schwäche ist die eher einfache Handlung, die wenig Überraschungen bietet. Außerdem sind manche Szenen sehr unrealistisch, was nicht allen gefallen dürfte.

Blockbuster oder Geheimtipp?

„Hobbs & Shaw“ ist eindeutig ein Blockbuster. Der Film setzt auf große Effekte, bekannte Stars und spektakuläre Bilder und ist klar für das Kino gemacht.

Schlussszene als Momentaufnahme

Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Szene in Samoa, als Hobbs mit seiner Familie zusammenkommt. Während im Hintergrund die Gefahr näher rückt, stehen traditionelle Musik, Zusammenhalt und einfache Waffen im Kontrast zur Hightech-Bedrohung. In diesem Moment geht es nicht um Autos oder Explosionen, sondern um Familie – und genau das bringt den Film überraschend gut auf den Punkt.


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