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Hier würde ich wieder reingehen

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Volontär · Privates Gymnasium Sacré Coeur Wien
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25.09.2026
4 Min.

Von unserer Romreise mit der Schule ist mir auch ein Einkauf mit meinem Freund Elias in Erinnerung geblieben. Im italienischen Modegeschäft Doppelgänger habe ich eine Hose gefunden. Und eine Vorstellung davon bekommen, wie ich selbst gerne so ein Geschäft führen würde.

Ob ich nach einem Einkauf gerne wiederkomme, hängt auch davon ab, wie wohl ich mich im Geschäft gefühlt habe. Gute Qualität, passende Preise und Beratung, die mir Zeit zum Aussuchen lässt, bleiben mir in Erinnerung. (Foto: Mikhail Nilov)

Ich schaue mich im Laden um. Elegante Verzierungen, eine vornehme Einrichtung. Schon fesch hier. Gemeinsam mit Elias gehe ich durch die Auswahl. Die Verkäufer*innen sprechen Englisch mit uns. Sie sind in der Nähe, lassen uns aber Zeit, selbst zu schauen.

Wir sind mit der Schule in Rom. Zu dieser Reise gehört für uns auch der Besuch bei Doppelgänger. Ich beschäftige mich mit einer Hose, Elias mit einer Jacke. Die Beratung bleibt angenehm im Hintergrund. Wenn wir sie brauchen, ist jemand da.

Am Ende kaufen wir die beiden Sachen. Bei mir passen Qualität und Preis zusammen, und die Auswahl trifft meinen Geschmack. Das ist mein letztes Einkaufserlebnis, an das ich mich richtig gerne erinnere. Dabei ist gar nichts Außergewöhnliches passiert. Ich habe mich wohlgefühlt, eine passende Hose gefunden und mich über den Kauf gefreut.

Erst einmal selbst schauen

Gerade die Beratung hat dazu beigetragen. Beim Einkaufen möchte ich zuerst herausfinden, was mich überhaupt interessiert. Vielleicht bleibe ich länger bei einem Teil hängen und entscheide mich dann doch dagegen. Dafür brauche ich etwas Zeit.

Wenn mich jemand ständig anspricht, beschäftige ich mich irgendwann mehr mit dem Antworten als mit der Kleidung. Dann fühle ich mich verpflichtet, möglichst bald eine Entscheidung zu treffen. Bei unserem Besuch konnte ich mich auf die Auswahl konzentrieren. Die Mitarbeiter*innen waren aufmerksam, ohne uns bei jedem Schritt zu begleiten.

So stelle ich mir gute Beratung vor. Bei einer Frage zur Größe oder zum Schnitt möchte ich jemanden erreichen. Vor dem Spiegel brauche ich dagegen manchmal einen Moment für mich. Ich will überlegen, ob ich das Teil auch zu Hause anziehen würde und ob es zu den Sachen passt, die ich schon habe.

Dazu gehört für mich Ehrlichkeit. Ein Hinweis, dass eine andere Größe besser sitzen könnte, hilft mir mehr als Lob für alles, was ich anprobiere. Einer solchen Beratung würde ich auch beim nächsten Besuch vertrauen.

Die Hose muss auch im Alltag passen

Die Einrichtung von Doppelgänger hat mir gefallen. Trotzdem hätte ich dort kaum etwas gekauft, wenn mich die Kleidung selbst nicht überzeugt hätte. Die Qualität geht für mich vor. Ich möchte einen Stoff gerne auf der Haut tragen und mich in einer Hose bequem bewegen können.

Beim Preis überlege ich deshalb auch, wie oft ich etwas vermutlich anziehen werde. Ein günstiges Teil, das später im Kasten liegt, ärgert mich. Für Kleidung, die ich im Alltag oft trage, gebe ich innerhalb meines Budgets lieber etwas mehr aus.

Bei diesem Einkauf hatte ich das Gefühl, dass das Verhältnis stimmt. Die Hose gefiel mir, und der Preis passte für mich. Das machte den Besuch in dem vornehmen Laden angenehm: Ich konnte mich dort umsehen und tatsächlich etwas für mich finden.

Wie lange ein Kleidungsstück hält, zeigt sich erst beim Tragen und Waschen. Im Geschäft kann ich den Stoff fühlen, die Verarbeitung anschauen und die Passform prüfen. Dieser erste Eindruck hat mich bei meinem Kauf überzeugt.

Im Urlaub gehe ich durch andere Türen

Zu Hause lande ich beim Einkaufen leicht in Geschäften, die ich schon kenne. Ich weiß ungefähr, welche Kleidung dort hängt, und suche entsprechend danach. Im Urlaub bin ich neugieriger. Bei Doppelgänger war die Auswahl für mich noch ungewohnt. Gemeinsam mit Elias gab es etwas zu entdecken.

Das heißt für mich allerdings kaum, dass italienische Geschäfte grundsätzlich mehr bieten als österreichische. Was mir in Rom gefallen hat, lässt sich schwer einem ganzen Land zuschreiben. Ich hatte in diesem einen Laden einen guten Einkauf.

Die Verbindung aus eleganter Einrichtung, leistbarer Kleidung und zurückhaltender Beratung würde ich mir auch zu Hause öfter wünschen. Vielleicht müsste ich dafür in Österreich selbst häufiger ein Geschäft betreten, an dem ich sonst vorbeigehe. In Rom hatte ich schließlich auch erst drinnen herausgefunden, dass mir die Auswahl gefällt.

Mein Shop hätte Platz zum Anprobieren

Wenn ich selbst einen Laden gestalten dürfte, würde ich einiges von diesem Besuch übernehmen. Die Einrichtung dürfte ruhig vornehm sein. Mir gefallen schöne Details, und ich schaue mich gerne in einem Geschäft um, das mit Sorgfalt gestaltet ist.

Bei den Umkleiden würde ich auf die praktischen Dinge achten: genügend Platz, Haken, eine Ablage für die eigenen Sachen und angenehmes Licht. Ich möchte beim Umziehen weder mein Handy auf dem Boden ablegen noch meine Jacke zwischen den Kleidungsstücken festhalten müssen.

Vor den Kabinen gäbe es Sitzplätze. Wer mit Freund*innen einkauft, möchte sich schließlich auch zeigen, was gerade zur Auswahl steht. Die Kleiderständer würde ich mit Abstand aufstellen, damit sich einzelne Teile bequem herausnehmen lassen.

Beim Sortiment wären mir gute Verarbeitung und eine überschaubare Auswahl wichtiger als volle Regale. Die Mitarbeiter*innen sollten die Kleidung kennen und auch sagen dürfen, wenn etwas schlecht sitzt. Wer noch überlegen möchte, bekommt die Zeit dafür.

Ich würde Elias jedenfalls zur Eröffnung einladen. Vielleicht würden wir dort wieder etwas finden, das uns genauso freut wie die Hose und die Jacke aus Rom.







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