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Matura: besser zeitgemäß weiter entwickeln statt abschaffen

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13.12.2025
2 Min.

Seit einigen Jahren steht die Sinnhaftigkeit der Matura immer häufiger in Frage. Besonders seit der Coronapandemie, in der zahlreiche Erleichterungen wie die 30-Prozent- und 50-Prozent-Regel kamen, hat sich ihr Bild verändert. Viele empfinden die Matura-Arbeit inzwischen nur noch als zusätzliche Note, die wenig über die tatsächliche Leistung aussagt.

Die Matura hat als Zugang zum Studium an Exklusivität verloren, öffnet aber weiterhin Türen. (Foto: Callie)

Um die aktuelle Situation zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die derzeitige Bedeutung der Matura. Sie besteht aus schriftlichen und mündlichen Prüfungen, der Diplomarbeit, und die Jahresleistungen werden zusätzlich mit einbezogen. Offiziell soll sie die Studierfähigkeit prüfen und den Einstieg in die Arbeitswelt erleichtern. Dennoch mehren sich die Stimmen, die behaupten, dass diese Prüfungen ihren Wert verloren haben. Durch das Internet und Tools wie ChatGPT lassen sich bereits unzählige Themen vorformulieren oder sind leicht zugänglich.

Gleichzeitig darf nicht übersehen werden, welche Vorteile die Matura bietet. Sie ermöglicht den Zugang zu Fachhochschulen oder Universitäten und erleichtert den beruflichen Einstieg. Zusätzlich lässt sich die Matura durch die Abendschule oder mit einer Lehre mit Matura erreichen. Wer diesen Weg wählt, kann Geld verdienen, Praxiserfahrungen sammeln und sich trotzdem alle Zukunftsmöglichkeiten offen halten.

Studieren ohne Matura

Auf der anderen Seite ist ein Studium mittlerweile auch ohne Matura möglich, beispielsweise über Aufnahmeprüfungen. Dadurch verliert der Abschluss für manche an Bedeutung. Zudem wollen viele Jugendliche lieber direkt studieren, anstatt eine Lehre zu beginnen. Dies führt heutzutage zu einem Mangel an qualifizierten Handwerkern und Technikern.

Matura öffnet nach wie vor Türen

Abschließend lässt sich festhalten, dass die Matura trotz aller Kritik weiterhin eine bedeutende Rolle spielt. Zwar hat sie durch Erleichterungen und alternative Zugangswege an Exklusivität verloren, dennoch öffnet sie nach wie vor Türen in nahezu allen Bildungs- und Berufsbereichen. Statt ihre Abschaffung zu diskutieren, erscheint eine zeitgemäße Weiterentwicklung sinnvoll, damit die Reife- und Diplomprüfung auch künftig als verlässlicher Nachweis von Wissen und Kompetenz bestehen bleibt.


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