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Handyscrollen macht süchtig und schadet unserer Gesundheit

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Volontärin · College Rookie Team
18.11.2025
2 Min.

Stundenlang hängen wir am Handy, morgens, nach der Schule und sogar nachts. Die Folgen sind teils verheerend. Unsere Konzentration sinkt, unsere Noten werden schlechter. Wie entkommen wir der Social-Media-Falle?

Das Handy schadet uns. Dennoch kriegen wir nicht genug davon. (Foto: pexels)

In einer Welt, die von ständiger Konnektivität geprägt ist, hat sich das Smartphone von einem nützlichen Werkzeug zu einem Zeitfresser entwickelt. Fast unmerklich versinken wir in den unendlichen Feeds der sozialen Medien, Nachrichtenportale und Videos, gefangen im Sog des "Infinite Scroll". Dieses Verhalten, bei dem das Gehirn durch ständige Reize und die Hoffnung auf neue Nachrichten konditioniert wird, setzt Dopamin frei und kann süchtige Züge annehmen.

Die Folgen sind oft gravierend: Unsere Konzentrationsfähigkeit lässt nach, wir arbeiten langsamer und die Zeit, die wir eigentlich für produktive Aufgaben, soziale Interaktionen im realen Leben oder einfach nur Muße benötigen, schwindet. Ich frage mich, wie wir einen gesunden Umgang mit diesen Geräten finden und die Kontrolle über unsere begrenzte und kostbare Zeit zurückgewinnen können, bevor das endlose Scrollen unseren Alltag bestimmt.

Wir kennen es ja alle: Wir wollen nur mal schnell das Handy nach Benachrichtungen abchecken oder kurz Tiktok schauen. Aber mit dem kurzen Blick ist es nicht getan. Es werden oft Stunden, weil wir wie gefangen von der Social Media-Falle sind. Wir scrollen einfach weiter und bemerken nicht, dass schon Stunden vergangen sind.

Warum fällt es so schwer, einfach aufhören?

Es fällt so schwer, weil wir nie wissen, wie das nächste TikTok sein wird. Wir scrollen einfach weiter. Hoffend, der andere Beitrag wird spannender sein. Diese Überraschung setzt im Gehirn den Glücksbotenstoff Dopamin frei, was sich gut anfühlt und süchtig macht. Der Inhalt hört nie auf ("endlose Schleife"), sodass wir keinen Grund haben, aufzuhören.

Was das ständige Online-Sein mit uns unbewusst anstellt

Das ständige Online-Sein hat erhebliche Auswirkungen auf unsere psychische und körperliche Gesundheit. Es kann die Konzentration und unsere sozialen Beziehungen beeinträchtigen. Die permanente Erreichbarkeit und Benachrichtigungen setzen das Gehirn unter Dauerstrom, was zu digitalem Stress, innerer Unruhe und einem erhöhten Risiko für Angststörungen führen kann. Das ständige Wechseln zwischen Apps und Benachrichtigungen beeinträchtigt die Aufmerksamkeitssteuerung und die Fähigkeit zur tiefen Konzentration. Das Gehirn gewöhnt sich an schnelle Reize, wodurch es schwerer fällt, sich auf komplexe Aufgaben zu fokussieren. Durch das von Bildschirmen ausgestrahlte Licht wird unser Schlafrhythmus gestört und führt zu schlechtem Einschlafen.

Wie können wir lernen Abstand von Social Media zu bekommen?

Durch Stummschalten des Handys und eingerichtete ,,Handy freie Zone“, ist es ein guter Anfang Abstand von Social Media zu bekommen. Um besser in der Nacht einzuschlafen wäre es praktisch sein Handy weg zu legen.


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