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Ich lese liebend gerne Bücher: Das schützt vor Handysucht

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12.12.2025
2 Min.

Das Handy ist ein nützliches Tool, da sind wir uns alle einig. Ein Vorteil kommt aber nicht ohne einem Nachteil. Die Schattenseiten des Handys sind nicht zu übersehen und trozdem sind sie zu wenig bekannt.

Die Handysucht schreitet immer mehr voran, jedoch wird zu wenig darauf aufmerksam gemacht. (Foto: Mohamed_hassan)

Ein Leben ohne Handy ist nicht mehr vorstellbar. Schon nach dem Aufwachen greifen wir direkt danach. Ob zum Chatten, für die sozialen Medien oder zum Recherchieren, das Handy lenkt uns immer wieder vom Alltag ab.

Der erste Kontak mit den Geräten


Die meisten Kinder haben den ersten Kontakt mit technischen Geräten, seien es Tablets, Smartphones oder Computer, mit vier Jahren. Die Eltern geben es ihnen, um selbst einen Moment der Ruhe zu haben. Jedoch ist dies sehr schlecht, da sich viele Eltern des Problems der so entstehenden massiven Handysucht nicht bewusst sind. Die Kinder werden aggressiv, wenn sie das Handy nicht direkt von den Eltern bekommen. Die Gehirnentwicklung wird wesentlich gestört.

Die Veänderungen im Dopaminsystem


Wenn du täglich mehrere Stunden am Handy durch das Internet scrollst, wird dein Belohnungssystem stark stimuliert. Jedes neue Bild, jedes Video oder jede Nachricht erzeugt kleine Dopaminspitzen. Durch diese ständige Abfolge von Reizen gewöhnt sich das Gehirn daran und benötigt mit der Zeit stärkere oder häufigere Reize, um das gleiche Gefühl von Belohnung zu erzeugen. Dadurch können normale Aktivitäten weniger interessant wirken, und der Drang, regelmäßig aufs Handy zu schauen, nimmt zu.

Was passiert im Gehirn?


Durch ständiges Scrollen gewöhnt sich dein Gehirn daran, permanent zwischen Reizen zu wechseln. So wird es schwieriger, längere Zeit fokussiert zu bleiben, weil die Bereiche für Aufmerksamkeit und Selbstkontrolle weniger aktiv trainiert werden. Gleichzeitig leidet der Hippocampus, der für Lernen und Gedächtnis zuständig ist: Informationen werden nur oberflächlich verarbeitet, Stress steigt und Erinnerungen werden schlechter gespeichert. Insgesamt führt das zu einer kürzeren Aufmerksamkeitsspanne, schnellerer Ablenkbarkeit und einer verminderten Gedächtnisleistung.

Persönliche Erfahrung

Nun stellt sich die Frage, wie es bei mir aussieht. Meinen Handykonsum würde ich als durchschnittlich bezeichnen. Ja, ich nutze mein Handy täglich, um mich vom Alltag abzulenken, mit Freunden zu chatten oder in der Schule zu recherchieren. Am Nachmittag scrolle ich gerne ein wenig durch Social Media oder schaue einen Film. Jedoch lese ich liebend gerne Bücher, was eine super Ablenkung vom Handy ist. Insgesamt würde ich meine Handyzeit als in Ordnung einschätzen, wobei eine Reduktion natürlich immer vom Vorteil wäre.


Der richtige Umgang


Genügend Ruhezeiten ohne Handy wirken sich positiv auf unser Gehirn aus. Wichtig ist es, die richtige Balance zwischen Handynutzung und Auszeit zu finden. Dadurch können auch die Konzentration und Lernfähigkeit verbessert werden. Das Smartphone ist ein wichtiges Tool in der heutigen Zeit. Nur wenn wir bewusst und maßvoll damit umgehen, herrscht das Smartphone nicht über uns, sondern wir über es.






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