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Gute Nachricht: Die Hightech-Konzerne werden grüner

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Volontärin · borg Linz
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01.06.2026
3 Min.

Ob Streaming, Social Media oder Online-Gaming – das Internet begleitet uns jeden Tag. Dabei wirkt die digitale Welt oft sauber und nahezu grenzenlos. Doch hinter jedem Klick steckt Technik, die Energie benötigt und damit Auswirkungen auf das Klima hat. Wie nachhaltig ist unser digitales Leben also wirklich und wie verhalten sich die Konzerne?

 

Wir vergessen oft, wie sehr wir zum Beispiel beim Scrollen die Umwelt belasten. Zum Glück haben die Tech-Konzerne das Problem erkannt, doch auch wir selbst sind gefordert. (Foto: Shutterstock)

Nach der Schule noch schnell eine Serie schauen, nebenbei durch TikTok scrollen und später mit Freunden chatten. Für viele gehört das zum Alltag. Was dabei oft vergessen wird: Jede Sekunde eines Videos muss irgendwo gespeichert, verarbeitet und an Millionen Geräte verschickt werden.

Dafür braucht es Rechenzentren. Das sind riesige Hallen voller Computer, die Tag und Nacht laufen. Sie speichern Fotos, Videos, Nachrichten und praktisch alles, was wir online nutzen. Diese Anlagen benötigen nicht nur Strom für die Computer selbst, sondern auch für Kühlung und Wartung.

Besonders Videostreaming verbraucht viele Ressourcen. Je höher die Bildqualität, desto mehr Daten müssen übertragen werden. Ein Film in 4K sieht zwar beeindruckend aus, benötigt aber deutlich mehr Energie als dieselbe Folge in normaler HD-Qualität.

Die Tech-Konzerne werden grüner


Die gute Nachricht: Viele große Technologieunternehmen haben das Problem erkannt. Einige betreiben ihre Rechenzentren inzwischen mit erneuerbaren Energien wie Wind- oder Solarstrom. Andere investieren in moderne Kühlungssysteme oder entwickeln effizientere Server.

Auch künstliche Intelligenz hilft dabei, Energie zu sparen, indem sie den Betrieb von Rechenzentren optimiert. Gleichzeitig entstehen immer mehr nachhaltige Projekte, die den digitalen Energieverbrauch reduzieren sollen.

Trotzdem wächst das Internet jedes Jahr weiter. Mehr Nutzer, mehr Videos, mehr Daten. Dadurch steigt auch der Strombedarf. Die Fortschritte sind wichtig, lösen das Problem aber nicht vollständig.

Was hat das mit mir zu tun?


An dieser Stelle könnte man sagen: Die großen Unternehmen sollen sich darum kümmern. Doch ganz so einfach ist es nicht. Jede Nutzung erzeugt Nachfrage. Je mehr Inhalte gestreamt, gespeichert und geteilt werden, desto mehr Infrastruktur wird benötigt.

Natürlich muss niemand sein Smartphone wegwerfen oder das Internet meiden. Digitale Technologien bringen viele Vorteile und erleichtern unseren Alltag enorm. Trotzdem lohnt es sich, über den eigenen Umgang nachzudenken.

Brauche ich wirklich jede Aufnahme dauerhaft in meiner Cloud? Muss jedes Video in höchster Auflösung laufen? Und muss mein Handy jede App ständig im Hintergrund aktualisieren?

Viele kleine Entscheidungen wirken zunächst unbedeutend. Zusammen können sie jedoch einen Unterschied machen.

Kleine Änderungen mit großer Wirkung

Wer seinen digitalen CO₂-Fußabdruck verkleinern möchte, muss kein Technikprofi sein. Schon einfache Maßnahmen helfen:

Videos nur dann in höchster Qualität anschauen, wenn es wirklich nötig ist. Alte Dateien, Fotos und E-Mails regelmäßig löschen. Geräte länger nutzen, statt ständig das neueste Modell zu kaufen. WLAN statt mobiler Daten verwenden, wenn möglich. Und vor allem bewusster konsumieren, anstatt stundenlang ziellos durch endlose Feeds zu scrollen.

Das spart nicht nur Energie, sondern oft auch Zeit.


Unsichtbar heißt nicht klimaneutral


Das Internet fühlt sich leicht und grenzenlos an. Tatsächlich steckt dahinter jedoch eine riesige technische Welt, die Energie verbraucht und Ressourcen benötigt. Die großen Technologieunternehmen arbeiten an nachhaltigeren Lösungen, doch auch wir Nutzer tragen Verantwortung.

Niemand muss auf Streaming, Social Media oder Online-Gaming verzichten. Es geht vielmehr darum, bewusster mit digitalen Angeboten umzugehen. Denn jeder Klick mag klein erscheinen. Milliarden Klicks jeden Tag sind es nicht.

Vielleicht ist die eigentliche Überraschung nicht, dass das Internet Energie verbraucht. Sondern dass wir so selten darüber nachdenken.



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Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch die Raiffeisen Informatik.

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