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Frauenfußball: gleiche Leidenschaft, ungleiche Chancen

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09.01.2026
2 Min.

Während ihre männlichen Kollegen Millionen verdienen und gefeiert werden, kämpfen viele Fußballerinnen noch immer um grundlegende Anerkennung. Diskriminierung im Frauenfußball ist kein Randproblem, sondern tief im System verankert. Ich spiele selbst und weiß, wovon ich rede.

Vorurteile und weniger Geld als ihre männlichen Kollegen: Kein Wunder, dass es im Frauenfußball an Nachwuchs mangelt. (Foto: Shutterstock)

Seit 1985 erlebt der Frauenfußball eine stetig wachsende Popularität. Dennoch gibt es immer noch zu viele Ungleichheiten, die sich in vielen Bereichen klar erkennen lässt, nicht nur finanziell, sondern auch gesellschaftlich. Viele Spielerinnen hören Sätze wie „Frauen gehören in die Küche“, oder „Solche Fehler würden Männern nicht passieren“.

Diese Aussagen führen dazu, dass der Nachwuchs weniger wird und viele Sportlerinnen, die in den Profi-Bereich aufsteigen möchten, die Freude und Motivation am Sport verlieren. Es hat aber auch Auswirkungen auf den gesamten Sport, da es dadurch weniger Entwicklungen und Förderungen gibt.

„Wie kann man sich so eine Tragödie anschauen und supporten?“

Solche Kommentare finden sich häufig in sozialen Netzwerken unter Beiträgen zum Frauenfußball. Die Tiktokerin Tira (@l26ck) veröffentlichte am 29. November ein Video, das diese Aussagen verdeutlicht. Sie erhielt viel Zuspruch, aber auch viel Kritik. „Solche Fehler passieren nicht einmal in der C-Jugend“ und „Und die wollen mehr Geld“ sind nur zwei der vielen Kommentare.

Der Kampf um Gleichberechtigung im Frauenfußball

Livia, eine 17-jährige Mitspielerin von mir, die seit acht Jahren Fußball spielt, berichtet im Interview für diesen Beitrag von ihren Erfahrungen und ihrer Sicht auf die Diskriminierung im Frauenfußball.

Hast du bereits Erfahrungen mit negativen Äußerungen über den Frauenfußball gemacht oder mitbekommen und wenn ja, was hat das mit dir gemacht?

Livia: „Ja, schon oft. Ich bin wütend und schockiert gewesen, da die Aussage von einer Person aus meinem näheren Umfeld kam.“

Findest du diese Abwertung gerechtfertigt?

Livia: „Auf keinen Fall. Am wenigsten verstehe ich es von Personen, die denselben Sport ausüben und von denjenigen, die kein Know-how über Fußball haben.“

Was würdest du an diesem Gesellschaftsbild ändern?

Livia: „Ich würde gerne die Einstellung der Leute gegenüber Frauen im Sport ändern. Sie sollen uns eine Chance geben und nicht gleich, nur wegen Vorurteilen, so viel Hass verbreiten.“






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