Gestalten Lehrer*innen den Unterricht effektiv genug?

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Volontärin · BRG Kufstein
2 Kommentare
12.11.2025
2 Min.

Ihr kennt es doch alle: Ihr sitzt im Klassenraum, starrt in die Luft und der Unterricht zieht an euch vorbei. Plötzlich stellt der Lehrer eine Frage, du zuckst zusammen und hoffst, nicht dranzukommen. Doch liegt es an uns oder am Aufbau der Schulstunde? Sind wir wirklich selbst dafür verantwortlich oder ist es die Schuld der Lehrer?

Der Unterricht zieht an an uns vorbei. Wer ist eigentlich schuld daran? Wirklich nur wir selbst? (Foto: Shutterstock)

Bevor wir mit den negativen Aspekten starten, befassen wir uns mit dem allgemeinen Aufbau der Stunde. Oft wird mit einer Zusammenfassung oder einer kleinen Wiederholung der letzten Einheit begonnen. Wenn kein neues Thema eröffnet wird, beschäftigt man sich mit Aufgaben aus dem Schulbuch oder fährt mit einem Hefteintrag fort. 

Was machen Lehrer*innen aus unserer Sicht falsch?

Um Verbesserungsvorschläge bringen zu können, werden wir uns genauer mit den Nachteilen des Unterrichts auseinandersetzen. Ich habe zwei Schülerinnen bezüglich dieses Problems befragt. Sie denken, dass viel zu viel auf eigenständiges Lernen gesetzt wird, die Themen werden häufig zu kurz bearbeitet. Außerdem haben die meisten Lehrer nur eine Erklärmethode, die für viele Schüler nicht verständlich ist. Deshalb greifen viele Schüler auf künstliche Intelligenz zurück, um sich den Stoff erklären zu lassen. Manche fühlen sich von Lehrern nicht fair behandelt, was auch Einfluss auf die Sympathie des Faches hat. 

Was würden wir uns von Lehrer*innen wünschen?

Wir würden uns wünschen, dass die Lehrer*innen mehr Verständnis für Hausübungen zeigen. Sie sollten nicht länger als 15 Minuten dauern und nur eine Wiederholung des Unterrichtsstoffes sein. Stundenwiederholungen sollten nicht an Test- oder Schularbeiten-Terminen stattfinden. Diese Termine sollten mit den Schüler*innen ausgemacht und fair aufgeteilt werden.

Es kommt natürlich immer auf die Lehrperson an, aber jede einzelne sollte versuchen, die Schlüler*innen zu verstehen. Kommunikation ist ein wichtiger Bestandteil für eine gute Klassengemeinschaft und Probleme sollten immer offen und ehrlich angesprochen werden.





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Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch die Universität Wien.

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Kommentare

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    vor 3 Wochen Johanna Wagmeier
    Als Lehrerin ist dein Artikel für mich besonders interessant. Was ich anmerken möchte: ich setze verstärkt auf eigenständiges Lernen und Üben, damit der Unterricht nicht so sehr an der Klasse vorbeizieht. Das hat auch den Vorteil, dass sich die Schüler:innen den Stoff nochmal gegenseitig erklären können und nicht nur auf meine Erklärmethode angewiesen sind.
    Da ich auch Deutsch unterrichte, geht es sich mit den Hausübungen nicht in 15 Minuten aus, da auch Texte zu schreiben sind. Aber im Durchschnitt könnte es hinkommen.
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    vor 2 Wochen Mathilda Pavlov
    Hallo Vanessa
    Ich stimme dir vollkommen zu. Ich find man sollte die Lehrer immer persönlich und höflich darauf ansprechen, wenn etwas nicht passt. offene Kommunikation! Die LehrerInnen sollten sich es aber die persönlich nehmen und es sich nicht zu Herzen nehmen.