Mit fünf Geschwistern aufzuwachsen war keine leichte Herausforderung. Zwischen kleinen Streitigkeiten und Rangeleien bestand dennoch immer eine natürliche Verbundenheit. Im Laufe der Jahre konnte ich beobachten, wie aus genervten Gefühlen Harmonie und ein Gefühl von Zuhause entstanden. Auch als Kind erlebte ich viele innige Momente des Zusammenhalts. Wir teilten unsere Spielsachen, spielten gemeinsam Minecraft oder trösteten uns nach Ärger mit Mama und Papa.
Vom Nebeneinander zum Miteinander
Außerdem konnte ich beobachten, wie sich Geschwister in bestimmten Lebensphasen voneinander entfernen. Wir tauschten uns nur noch selten aus, jeder verfolgte eigene Interessen und verbrachte mehr Zeit mit Freunden als mit den Geschwistern. Obwohl wir im selben Haus lebten, fühlte es sich manchmal so an, als würden wir uns kaum noch kennen.
Eines Tages begannen wir wieder, lange Gespräche zu führen. Plötzlich lernte ich die Menschen, die mein ganzes Leben mit mir unter einem Dach verbrachten, neu kennen. Ich entdeckte ihre Interessen, lernte ihre Freunde kennen und wir lachten wieder gemeinsam.
Eine besondere Form von Liebe
Mit der Zeit wurden die Gespräche länger, das Vertrauen größer und die Bindung, die immer vorhanden war, noch stärker. Das Gefühl von Zuhause befindet sich für mich nicht nur innerhalb von vier Wänden, sondern überall dort, wo meine Geschwister sind. Es fühlt sich ganz natürlich an, fast wie eine Freundschaft.
Aus dieser Erfahrung nehme ich mit, wie einzigartig die Liebe zwischen Geschwistern ist. Geschwister sind lebenslange Begleiter. Sie teilen nicht nur ihre Gene, sondern auch Erlebnisse und schwierige Erfahrungen, die sie noch enger zusammenschweißen. Sie gehören zu den Menschen, die einen vom Anfang bis zum Ende des Lebens begleiten.
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