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Schule sollte uns aufs Leben vorbereiten. Darum muss Wirtschaft das wichtigste Fach werden

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11.02.2026
1 Min.

Finanzwissen ist Lebenswissen, doch in Schulen bleibt es Nebensache. Dabei entscheidet Geldverstand heute mehr denn je über unsere Zukunft.

Jugendliche sollten früh lernen, mit Geld umzugehen. (Foto: pixabay / TaWiPoP)

Ich besuche eine HAK, eine Handelsakademie, in der Wirtschaft eigentlich eine zentrale Rolle spielen sollte. Die Realität enttäuscht jedoch. Wir lernen viel über Bilanzierung und Marketingmodelle, doch das Wissen, das wir im Alltag tatsächlich brauchen, kommt zu kurz.

Viele Fragen, wenige Antworten

Was ist der Unterschied zwischen Brutto und Netto? Wie eröffnet man ein Depot? Wie erstellt man ein eigenes Budget? Fragen, die uns alle betreffen, tauchen im Unterricht kaum auf. Statt mit realen Zahlen rechnen wir weiterhin nur mit fiktiven Beispielen.

Formeln statt Finanzen

Neulich habe ich meiner Freundin geholfen, eine Steuererklärung zu verstehen. Dabei habe ich die Grundlagen selbst über YouTube erarbeitet, nicht in der Schule. Dieses Beispiel zeigt, wie unser Bildungssystem funktioniert: Wir lernen Formeln, aber keine Finanzkompetenz.

Sicherer Umgang mit Geld

Geldwissen bedeutet Freiheit. Wer versteht, wie Investitionen funktionieren, kann eigenes Vermögen aufbauen und bewusst handeln. Jugendliche würden nicht blind Kreditkartenangebote annehmen, sondern Schulden bewusst managen und Ziele verfolgen, die über den nächsten Zahltag hinausreichen.

Selbstständigkeit

Finanzielle Bildung fördert selbstständiges Denken und soziale Gerechtigkeit. Wer früh wirtschaftliche Zusammenhänge versteht, hat später bessere Chancen. Geld bleibt kein Tabu, sondern ein Werkzeug, das gelernt sein will.

Es ist Zeit, dass unsere Schule uns nicht nur Noten gibt, sondern Wissen vermittelt, das wirklich weiterbringt. Wirtschaftsunterricht muss so gestaltet sein, dass wir nicht nur Konsumenten von Wissen bleiben, sondern das System verstehen, das unser Leben trägt und prägt.

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