Erstmals seit 1998 ist Österreich wieder bei einer Fußball-WM dabei. Nach 28 Jahren hat der ÖFB jetzt endlich die Chance zu zeigen welche Qualitäten er hat. Wie weit kann die ÖFB-Elf kommen?
Die österreichische Nationalmannschaft hat in den letzten Jahren einen deutlichen Fortschritt unter Trainer Ralf Ragnick hingelegt und schon in der EM gezeigt was sie draufhaben. Zudem ist der Kader mit Erfahrenen Spielern wie Alaba, Arnautovic und Sabitzer und auch Newcomern wie Wanner und Chukwuemeka vielleicht so gut wie noch nie.
Die gute Qualifikation macht Hoffnung
Die Qualifikation beendete der ÖFB mit Platz Eins und auch in den Testspielen haben sie kein einziges Spiel verloren. Doch so einfach wird es bei der WM nicht. Mit den Gruppengegnern Argentinien, Algerien und Jordanien hat Österreich eine der stärksten Gruppen erwischt. Und auch im Achtelfinale wird es nicht unbedingt leichter, wenn der ÖFB den realistischen Zweiten Platz erreicht, muss er (wahrscheinlich) gegen Spanien ran, als Gruppensieger gegen Uruguay.
Zwar kann der ÖFB gegen starke Gegner wie Argentinien oder die Niederlande mithalten, doch eines der Hauptprobleme der Österreicher ist, dass sie gerne gegen kleinere, schwächere Gegner Punkte liegen lassen. Solche Patzer können allerdings am Ende schwere Folgen haben und dazu führen das schon in der Gruppenphase Schluss ist. Doch das Erreichen des Achtelfinales ist eigentlich Pflicht.
Gerade im Mittelfeld liegt die Stärke des Teams
Der Kader, der schlussendlich zur WM nach Kanada, Mexiko und in die USA mitfahren wird, steht zwar noch nicht fest, aber allzu große Überraschungen wird es vermutlich keine geben. Im Tor hat man mit Schlager und Pentz zwei gute Rückhalte. In der Verteidigung hat man mit Kapitän David Alaba, Danso, Lienhard, Friedl, Trauner und Querfeld eine große Auswahl. Auch auf den Außenposten ist man mit Mwene, Prass, Posch und Wöber gut besetzt.
Vor allem im Mittelfeld hat man mit Laimer, Sabitzer, Seiwald, Baumgartner, Wanner, Chukwuemeka, Schmid, Wimmer und Schlager Spieler auf Weltklasse Niveau. Der einzige,kleine Schwachpunkt liegt im Sturm, wo Arnautovic und Gregoritsch Gesetzt sind. Außerdem werden noch Spieler wie Grillitsch, Affengruber, Baidoo, Kalajdzic und Seidl ein paar Einsatzminuten sammeln dürfen.
Wie weit kann es gehen?
Österreichs Spiel basiert auf einer defensiven Stabilität und schnellen Kontern. Zudem zählen intensives Pressing, Gegenpressing, schnelles Umschaltspiel und hohe Dynamik zu den Stärken des ÖFB. In engen Spielen können Standardsituationen, wie Freistöße von Sabitzer und individuelle Klasse der Mannschaft zu einem Sieg verhelfen. Die einzigen Schwachstellen der Österreicher sind mangelnden Chancenverwertung, die fehlende Unterschiedsspielern in engen Partien und Instabilität nach Gegentoren, was vor allem gegen Konterstarke Mannschaften wie Argentinien ein Problem ist.
Eine positive Platzierung zwischen Achtel und mit etwas Glück Halbfinale ist auf jeden Fall drin, doch ein Titelkandidat ist der ÖFB nicht. Allerdings kann man es niemals ganz genau sagen und vielleicht schießt uns Marko Arnautovic doch zum Sieg und krönt Österreich zum Fußballweltmeister 2026.
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