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Gefangen im Scrollen? Diese Tricks helfen mir

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Volontär · borg Linz
24.03.2026
2 Min.

Mein Handy ist eigentlich immer dabei – egal ob in der Schule, zuhause oder unterwegs. Irgendwann habe ich aber gemerkt, dass ich viel zu oft einfach nur scrolle, ohne wirklich etwas davon zu haben. Deshalb versuche ich seit einiger Zeit, bewusster mit meinem Smartphone umzugehen – so eine Art „Handy-Detox“ im Alltag.

Manchmal hilft es nur noch, das Smartphone wegzulegen (Foto: Shutterstock)

23:48 Uhr. Ich liege im Bett und will eigentlich nur noch schlafen. Mein Handy liegt neben mir, der Bildschirm leuchtet. „Nur noch kurz schauen“, denke ich mir. Ich öffne TikTok. Ein Video, noch eins, noch eins. Plötzlich sind 40 Minuten vorbei. Meine Augen sind müde, aber mein Kopf ist komplett wach. Ich sehe noch eine Nachricht, dann noch ein Video. Irgendwann lege ich das Handy weg – aber statt einzuschlafen, denke ich mir nur: Warum mache ich das eigentlich jeden Abend

Wann mir mein Handy zu viel wird

Genau solche Momente zeigen mir, dass mein Handy manchmal einfach zu viel ist. Vor allem, wenn ich es nicht bewusst benutze, sondern einfach automatisch. Ich greife danach, ohne nachzudenken – beim Lernen, beim Essen oder sogar, wenn ich mit anderen zusammen bin. Danach fühle ich mich oft nicht entspannter, sondern eher gestresst, weil Zeit verloren gegangen ist.

Ich versuche deshalb nicht, mein Handy komplett wegzulassen, sondern anders damit umzugehen. Zum Beispiel lege ich es bewusst weg, wenn ich lernen muss. Manchmal lasse ich es sogar in einem anderen Raum, damit ich gar nicht erst in Versuchung komme. Auch Benachrichtigungen schalte ich öfter aus, weil dieses ständige Aufleuchten mich total ablenkt.

Kleine Tricks, die mir helfen

Ein Trick, der für mich echt einen Unterschied macht: Ich schaue in der Früh nicht sofort aufs Handy. Früher habe ich direkt nach dem Aufwachen angefangen zu scrollen. Jetzt bleibe ich erstmal ohne Handy liegen oder mache mich fertig. Abends versuche ich auch, früher offline zu gehen – auch wenn es nicht immer klappt.

Am Anfang war es richtig ungewohnt. Ich habe mein Handy manchmal automatisch gesucht, obwohl ich genau wusste, dass ich es weggelegt habe. Aber nach einer Zeit habe ich gemerkt, dass ich ruhiger werde und mich besser konzentrieren kann. Ich habe auch weniger dieses Gefühl, etwas zu verpassen.

Ich habe gelernt: es geht auch ohne

Ich mache das, weil ich gemerkt habe, dass mein Handy meinen Alltag mehr beeinflusst, als ich dachte. Ich will nicht, dass es bestimmt, wann ich mich entspanne oder wann ich gestresst bin. Ich will selbst entscheiden, wann ich online bin.

Für mich geht es beim Handy-Detox nicht darum, perfekt zu sein oder komplett auf mein Handy zu verzichten. Es geht darum, bewusster damit umzugehen. Und selbst kleine Veränderungen können schon helfen, sich besser zu fühlen.



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