Kultur Österreich Fakten

Am 16. Mai steigt das große ESC-Finale. Ganz Europa wird bei uns zu Gast sein

Profile Image
20.02.2026
2 Min.

Udo Jürgens. Conchita Wurst. Und nun JJ. Zum dritten Mal in der österreichischen Geschichte findet der Eurovision Songcontest in Österreich statt. Vom 12. bis 16. Mai wird in der Wiener Stadthalle das größte Musik-Event weltweit ausgetragen. Victoria Swarovski und Michael Ostrowski führen als Moderatoren durch das Highlight. 

Musik vereint Menschen. Ich kann es kaum erwarten! (Foto: pexels/pixabay)

Der 19-jährige Cosmó vertritt Österreich beim 70. Eurovision Song Contest in Wien. In der ORF-Show „Vienna Calling“ setzte er sich am Freitagabend gegen elf weitere Acts durch. Mit seiner Elektro-Tanznummer „Tanzschein“ wird er also am 16. Mai in der Wiener Stadthalle im großen Finale die rot-weiß-rote Fahne auf der Bühne des größten Musikbewerbs Europas vertreten. Die Kritiker sind schon mal zufrieden und sagen einen Einzug ins Finale voraus. Warten wir lieber ab. Aber eines ist sicher: Es wid ein spektakuläres Ereignis.

Mega-Event in Wien

Werbeeinnahmen, prall gefüllte Restaurants, ausgebuchte Hotels und, und, und. Diese Bilder tauchen bei uns sofort auf, wenn wir an die wirtschaftlichen Auswirkungen des ESC auf Wien denken. Doch wie sieht es für die Wiener:innen vor Ort aus? Für jene, die kein Hotel oder Lokal besitzen?

Ich habe einen Bekannten gefragt, Jan, er ist 15. Wie er sagt, stellen vor allem überfüllte öffentliche Verkehrsmittel ein großes Problem dar, Begleiterscheinungen, die bei einem ESC fast schon erwartet werden. Auch die Sorge vor möglichen Gewaltausbrüchen bei so vielen Menschen sei nachvollziehbar und beschäftige viele.

„Der ESC bringt die Menschen zusammen“

„United by Music“ lautet das Motto des ESC. Gerade in bewegten Zeiten erscheint es wichtiger denn je, in Europa und darüber hinaus zusammenzuhalten und gemeinsame Werte zu stärken. Julian (15), ein anderer Bekannter, sieht kritisch, wenn gefordert wird, angegriffenen Ländern die Teilnahme zu verweigern. Seiner Meinung nach sollte Europa den Zusammenhalt mit anderen Ländern fördern. Gleichzeitig beobachten wir, dass politische Einflüsse den ESC immer wieder prägen, eine Entwicklung, die viele als problematisch empfinden.

Wird bald Japan am ESC teilnehmen?

Immer wieder hören wir Diskussionen darüber, ob der ESC erweitert werden soll und ob etwa Russland oder Weißrussland wieder teilnehmen dürfen. Derzeit gilt: Teilnehmen dürfen Länder, die aktives Mitglied der Europäischen Rundfunkunion (EBU) sind. Assoziierte Mitglieder der EBU können nur mit Einladung mitmachen – dazu zählen unter anderem Japan, die USA, China oder Südafrika.

In Europa fordern manche eine Öffnung des Bewerbs für weitere Länder, um in schwierigen Zeiten ein stärkeres globales Miteinander zu fördern. Andere betonen hingegen, dass der ESC ein europäischer Wettbewerb sei, und das auch so bleiben sollte.

 



Kommentare