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Gamescom 2026: Die Spiele, die jetzt alle sehen wollen

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Chefredakteur · Privates Gymnasium Sacré Coeur Wien
27.08.2026
3 Min.

233.000 Quadratmeter, zehntausende Besucher und die wichtigsten Spiele-Neuigkeiten des Jahres: Die gamescom in Köln ist wieder voll ausgebucht. Schon bei der Opening Night Live gab es große Ankündigungen, doch lohnt sich dafür auch die Reise aus Wien?

Rekord in Köln: Die gamescom 2026 ist erstmals seit 18 Jahren komplett ausverkauft. Eröffnet wurde die Messe schon am Vorabend mit der Opening Night Live, moderiert von Geoff Keighley. (Foto: shutterstock)

233.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Das entspricht mehr als 30 Fußballfeldern. Diesmal ist jeder Quadratmeter vergeben. Die Messe ist damit erstmals seit 18 Jahren wieder vollständig ausgebucht. Die Organisatoren planen bereits eine Erweiterung der Hallen für 2027.

Köln stellte sich passend auf den Ansturm ein. Die Stadt ließ die Hohenzollernbrücke in bunten Farben leuchten. Schon am Montag und Dienstag trafen sich Entwickler, Publisher und Investoren zur Entwicklerkonferenz. Für uns Fans zählt aber ein anderer Moment.

Die Show vor der Messe

Am Dienstagabend startete die Opening Night Live, kurz ONL. Sie ist die große Eröffnungsshow der gamescom und findet noch vor dem eigentlichen Messebetrieb statt.

Geoff Keighley moderierte ab 20 Uhr live aus Halle 1, gemeinsam mit der Belgierin Eefje „Sjokz“ Depoortere. Mit der Vorshow dauerte die gesamte Übertragung rund 150 Minuten.

Die ONL zählt neben den Game Awards und dem Summer Game Fest zu den wichtigsten Terminen im Gaming-Kalender. Gezeigt werden neue Trailer, Weltpremieren und Ankündigungen, oft gibt es auch Überraschungen.

Die großen Enthüllungen

Square Enix zeigte Final Fantasy VII Rebirth. Director Naoki Hamaguchi präsentierte damit den Abschluss der Remake-Trilogie, der 2027 auch für die Switch 2 erscheinen soll. 4A Games gab einen ersten Blick auf Metro 2039. Ein neuer Held kehrt sechs Jahre nach Metro 2033 ins postapokalyptische Moskau zurück.

Dazu kamen Gears of War: E-Day und ein Comeback von Need for Speed Underground. Die Überraschung kam zum Schluss: CD Projekt Red kündigte The Witcher 3: Wild Hunt Remastered an, ein kostenloses Upgrade, das ab 29. September 2026 erhältlich sein soll und erstmals auch für die Switch 2 kommt. Wer das Spiel bereits besitzt, bekommt die beiden großen Erweiterungen ohne zusätzliche Kosten. Außerdem wurde ein erster Teaser zur neuen Erweiterung „Songs of the Past“ gezeigt, die 2027 erscheinen soll.

Was ein Fan aus Wien sagt

Jonas Leitner, 17, Schüler am Piaristengymnasium, hat die Show live verfolgt. „Ich hab die Opening Night Live geschaut und am meisten hat mich ehrlich gesagt das neue The-Witcher-Remaster geflasht. Damit hab ich nicht gerechnet.“

Für viele von uns lief dieser Abend am Handy oder am Laptop – auf der Couch statt in der Messehalle. Warum trotzdem live? „Gerade bei den großen Reveals will ich nicht am nächsten Tag alles auf TikTok oder YouTube sehen, weil dann hast du den Überraschungsmoment halt schon verloren“, sagt Jonas.

Andrang, Warteschlangen, Realität

Für Privatbesucher öffnet die Messe von Donnerstag bis Sonntag. Zehntausende strömen dann durch die Hallen. Der Preis für den großen Andrang sind lange Wartezeiten. Fans stehen teils drei Stunden an, um ein Spiel zehn Minuten lang anzuspielen.

Hier liegen Reiz und Frust der Messe zugleich: Ein neuer Trailer dauert zwei Minuten. Der Weg zur echten Demo kann einen halben Tag dauern. Auch nicht jeder Programmpunkt der Show reißt Jonas mit. „Bei manchen Sachen war’s aber auch eher so: okay, cool, aber dafür hab ich jetzt nicht unbedingt zwei Stunden zugeschaut.“

Bleibt die Frage, ob sich der Weg nach Köln überhaupt lohnt. Für ihn ist das weniger eine Frage des Streams als des Aufwands. „Nach Köln zur gamescom würd ich schon gern einmal fahren. Aber nur für die Messe ist es halt schon ein ziemlicher Aufwand von Wien aus. Wenn ich die Möglichkeit hätte, mit Freunden hinzufahren, würd ich’s sofort machen. Sonst reicht mir wahrscheinlich auch der Stream.“


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