Montag, 20.15 Uhr, ORF 1: Was soll da schon Interessantes kommen? Falsch gedacht! In den vergangenen zwei Jahren gab es auf diesem Programm bereits mehrere sehenswerte Serien und Filme, die vor allem auch für Jugendliche interessant sein sollen.
TV-Hits mit österreichischem Charakter
"School of Champions" berichtet über eine Skiakademie in Gastein, "Biester" über vier Mädchen aus verschiedenen Wiener Sozialschichten und "Bis auf Weiteres unsterblich" über die Themen Austropop und Songcontest. Damit werden typisch österreichische Themen aufgegriffen und aus sozialpolitischer, kultureller und traditioneller Sicht beleuchtet. Die Produzenten scheuen nicht, Missstände und Klischees zu hinterfragen und versuchen, pädagogisch wertvolle Lösungsmöglichkeiten anzubieten.
Heimische Filmstars und talentierte Newcomer
Die Rollen sind vorwiegend mit österreichischen Schauspielern besetzt. Neben bekannten Filmprofis stehen auch Newcomer vor der Kamera. Die aufstrebenden Talente verkörpern spannend, realistisch und humorvoll aus dem Alltag gegriffene Figuren. Ihre Dialoge sind gekennzeichnet durch Umgangssprache und teilweise trockenen Wortwitz. Die Schauplätze zeigen die Schönheit und Vielfalt unserer Heimat und werben für die Erkundung unseres Landes.
Junge Zuschauer und ihr Medienverhalten
Laut den Jugendlichen in meinem Umfeld werden die Sendungen von ihnen aber kaum wahrgenommen. Die meisten wählen eine Streamingplattform aus, sobald sie den Fernseher einschalten. „Normales Fernsehen“ wird heutzutage nur mehr von wenigen jungen Menschen konsumiert. Wer wird die klassischen Sender morgen noch schauen? Deshalb empfinde ich das Bemühen des ORF und seiner Kooperationspartner sehr positiv.
Alternativ-Kino erlebe ich als allgemeinbildend und diskussionsfördernd. Abschließend empfehle ich jedem, sich sein eigenes Bild über den neuen Stil unseres heimischen TV-Kanals zu machen. Einen Versuch ist es wert!
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