Ein mögliches Blackout beschäftigt derzeit zahlreiche Gemeinden in ganz Österreich. Die Feuerwehren spielen dabei eine wichtige Schlüsselrolle: Im Falle eines flächendeckenden Stromausfalls sollen sie nicht nur weiterhin Brände löschen und Menschen retten, sondern auch als Informations-, Kommunikations- und Anlaufstelle für die Bevölkerung dienen.
Damit diese Aufgaben funktionieren, brauchen wir Vorbereitung und genau daran wird in vielen Regionen bereits intensiv gearbeitet.
Notstromversorgung wird zum Muss
Zahlreiche Feuerwehrhäuser, etwa auch jenes der freiwilligen Feuerwehr Großgmain, werden derzeit mit Notstromaggregaten ausgestattet oder technisch aufgerüstet. Nur so können Einsatzleitsysteme, Funk, Tore, Beleuchtung und wichtige Geräte im Blackout weiterlaufen. Besonders ältere Feuerwehrhäuser, die zu Zeiten gebaut wurden, in denen ein flächendeckender Stromausfall kaum denkbar war, stellen eine besondere Herausforderung dar. Kommandanten berichten von hohen Kosten und umfangreichen Umbauarbeiten.
Kommunikation als größtes Problem
Eines der heikelsten Themen, und betroffen sind nicht nur die Feuerwehren, sondern auch Rettung, Polizei usw., ist die Kommunikation. Wenn Mobilfunknetze, Internet und Telefone ausfallen, wird es schwierig, Einsätze zu koordinieren oder Hilferufe zu dokumentieren. Deshalb setzen viele Wehren wieder verstärkt auf Analogfunk, lokale Meldewege und fixe Anlaufpunkte für die Bevölkerung. Gemeinsam mit Gemeinden werden Pläne erstellt, wo Bürger im Notfall Informationen oder Hilfe erhalten können.
Mehr Aufgaben für freiwillige Kräfte
Ein Blackout würde die Feuerwehren nicht nur technisch, sondern auch personell stark belasten. Neben klassischen Einsätzen müssten sie Sammelstellen einrichten, Notrufstellen betreiben sowie Wärme- und Versorgungsstellen organisieren. Für ehrenamtliche Feuerwehrleute bedeutet das eine enorme Verantwortung. Viele Landesfeuerwehrverbände bieten deshalb verstärkt Übungen und Schulungen zum Thema „Blackout-Bewältigung“ an.
Gemeinden und Feuerwehr ziehen an einem Strang
Trotz aller Herausforderungen ist klar: Die Zusammenarbeit zwischen Gemeinden, Feuerwehren und Zivilschutzorganisationen wird enger. In zahlreichen Regionen existieren bereits Blackout-Notfallpläne, und manche veranstalten groß angelegte Übungen. Ziel ist klar: Wenn der Strom ausfällt, soll die Feuerwehr handlungsfähig sein, damit die Bevölkerung nicht im Dunkeln steht.
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