In Mödling musste die Feuerwehr ein 13-jähriges Mädchen aus einem Wäschetrockner befreien. Ihr Zustand verschlechterte sich während der Rettung, daher mussten die Einsatzkräfte behutsam, aber schnell handeln. Erst versuchten sie, die Verkleidung abzuschrauben, dann setzten sie hydraulische Geräte ein, um das Mädchen unverletzt zu befreien. Vier Fahrzeuge und 18 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Warum das Mädchen in den Trockner geklettert war, ist unklar. Der Vorfall zeigt, wie vielseitig und anspruchsvoll die Arbeit der Feuerwehr ist. Sie rettet nicht nur bei Bränden, sondern in jeder denkbaren Notsituation. Was tut die Feuerwehr eigentlich?
Aufgabe und Bedeutung der Feuerwehr
Die Feuerwehr ist eine Organisation, die bei Bränden, Unfällen oder in Katastrophenfällen zur Stelle ist. Sie rettet Menschen, Tiere und Sachwerte und hilft, die Umwelt zu schützen. Dabei hat die Menschenrettung immer höchste Priorität. In Österreich gibt es rund 4800 Feuerwehren, davon etwa 300 Berufsfeuerwehren. Die restlichen 4500 werden ehrenamtlich geführt. Gemeinsam zählen sie rund 355.400 Mitglieder.
Richtiges Verhalten im Notfall
Wer die Feuerwehr braucht, wählt in Österreich die Notrufnummer 122. Dabei sind die fünf W-Fragen entscheidend: Wo ist der Einsatz? Was ist passiert? Wie viele Personen sind beteiligt? Wer ruft an? Warten auf Rückfragen. Diese Angaben helfen, dass Hilfe schnell und gezielt ankommt. Scherzanrufe sind kein Spaß, sondern eine Straftat. Sie blockieren Leitungen, gefährden Menschenleben und können hohe Geldstrafen oder sogar Haft nach sich ziehen. Wer in guter Absicht den Notruf wählt, muss aber keine Kosten tragen, auch wenn sich der Verdacht später nicht bestätigt.
Nachwuchs in der Feuerwehr
Ein wichtiger Teil der Feuerwehr ist die Feuerwehrjugend. Sie ist die größte Jugendorganisation Österreichs mit über 20.000 Mitgliedern. Mitmachen darf man ab zehn Jahren, für Jüngere gibt es die Kinderfeuerwehr. Dort lernen Kinder spielerisch, was Kameradschaft, Verantwortung und Teamarbeit bedeuten. Sie üben Handgriffe, nehmen an Bewerben teil und werden auf den aktiven Dienst vorbereitet.
Organisation und Ablauf eines Einsatzes
Bei einem Einsatz folgt die Feuerwehr einem klaren Befehlsschema. Es beginnt mit einer kurzen Lageschilderung, der Angabe der Wasserentnahmestelle und des Verteilers. Danach folgt der eigentliche Befehl: an welche Einheit er geht, was der Auftrag ist, mit welchen Mitteln gearbeitet wird, wohin die Einheit soll und welchen Weg sie nimmt. Mit dem Kommando „Vor!“ beginnt die Ausführung. Um Fehler zu vermeiden, wiederholt die Einsatzkraft den Befehl.
Werte und Leitspruch
Der Leitspruch der Feuerwehr lautet: „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr.“ Er steht für Mut, Kameradschaft und Hilfsbereitschaft. Der erste Teil meint, dass die Feuerwehr ihren Dienst im Sinne des Guten tut. Der zweite Teil erinnert daran, dass sie ihrem Nächsten beisteht – mit Tatkraft, Mut und Entschlossenheit.
Die Feuerwehr ist mehr also viel mehr eine Einsatztruppe. Sie steht für Zusammenhalt, Verantwortung und Menschlichkeit. Ihre Mitglieder riskieren bei jedem Einsatz ihr Leben, um andere zu retten. Der Fall in Mödling zeigt, dass Hilfe in jeder noch so ungewöhnlichen Situation zählt, und dass die Feuerwehr immer da ist, wenn jemand in Not gerät.
Kommentare