Während viele noch schlafen, beginnt für Elias der Arbeitstag bereits am frühen Morgen. Der 17-Jährige arbeitet in den Sommerferien in einer Bäckerei. Brot einräumen, Gebäck verkaufen und Regale auffüllen gehören zu seinen täglichen Aufgaben. Ausschlafen ist in diesem Sommer selten.
„Am Anfang war es schon eine Umstellung. Mittlerweile macht es mir Spaß, weil ich merke, wie viel Verantwortung ich bekomme“, erzählt Elias.
Seinen Lohn legt er fast vollständig zur Seite. Sein Ziel ist klar: der Führerschein. „Ich möchte später unabhängiger sein und nicht immer auf andere angewiesen sein.“
Arbeiten statt Urlaub
Auch Diego (18) verbringt seine Ferien nicht am Badesee. Er arbeitet in einem Supermarkt und verdient sich dort sein eigenes Geld.
Ein Teil wandert aufs Sparkonto, ein anderer geht für Kleidung, Ausflüge oder das erste eigene Auto drauf.
„Früher musste ich meine Eltern fragen, wenn ich etwas kaufen wollte. Jetzt fühlt es sich gut an, mein eigenes Geld zu verdienen“, sagt Diego.
Trotz der Arbeit bleibt für ihn noch Zeit, Freunde zu treffen oder am Wochenende etwas zu unternehmen.
Sparen für die Zukunft
Niko (18) hat sich einen Ferienjob in einer Segelschule gesucht. Dort hilft er bei Kursen, bereitet Boote vor und unterstützt die Trainer.
Für ihn geht es nicht nur ums Geld. „Man lernt mit Menschen umzugehen und bekommt einen Einblick ins Berufsleben. Das hilft später sicher weiter.“
Sein Verdienst ist bereits verplant. Ein Teil fließt in den Führerschein, der Rest soll für das Studium zurückgelegt werden.
Ferienjobs werden immer wichtiger
Nach Angaben der Statistik Austria arbeiten jedes Jahr Tausende Jugendliche während der Sommerferien. Viele möchten sich größere Wünsche erfüllen oder ihre Eltern finanziell entlasten. Gleichzeitig sammeln sie erste Erfahrungen in der Arbeitswelt, die später bei Bewerbungen hilfreich sein können.
Arbeitgeber suchen gerade in den Sommermonaten verstärkt Aushilfen in Gastronomie, Handel, Tourismus oder Freizeiteinrichtungen. Für viele Jugendliche ist das die erste Gelegenheit, eigenes Geld zu verdienen.
Mehr als nur ein Gehalt
Ein Ferienjob bringt zwar Geld aufs Konto, verlangt aber auch Disziplin. Früh aufstehen, Verantwortung übernehmen und mit Kundinnen und Kunden umgehen gehört plötzlich zum Alltag.
Für Elias, Diego und Niko steht trotzdem fest: Die Ferien fühlen sich heuer anders an als früher. Nicht wegen des Wetters oder des Urlaubsziels, sondern weil sie am Ende des Monats ihren ersten selbst verdienten Lohn in den Händen halten. Und genau dieses Gefühl möchten sie nicht mehr missen.
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