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Fahrtwind statt App Stress: Warum ich lieber Fahrrad fahre

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Volontär · Privates Gymnasium Sacré Coeur Wien
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06.07.2026
3 Min.

E-Roller wirken auf den ersten Blick praktisch: App öffnen, losfahren und irgendwo wieder abstellen. Trotzdem würde ich im Alltag meistens das Fahrrad wählen. Es ist günstiger, zuverlässiger und fühlt sich für mich einfach freier an.

Das Fahrrad ist für viele Wege im Alltag die praktischere Wahl. Es kostet keine Miete pro Fahrt, bringt Bewegung in den Tag und fühlt sich freier an als ein E Roller. (Foto: Snapwire)

Es ist Sommer, ich will zu Freunden oder schnell irgendwohin, und eigentlich sollte der Weg kein großes Thema sein. Genau dann merkt man aber, wie unterschiedlich E Roller und Fahrrad wirklich sind. Beim E Roller beginnt es oft schon mit der Suche. Steht überhaupt einer in der Nähe? Hat er genug Akku? Kostet die Fahrt wieder mehr, als ich gedacht habe? Beim Fahrrad ist das einfacher. Wenn es da ist, steige ich auf und fahre los. Kein Entsperren, kein Minutenpreis, kein Blick auf irgendeine App.

Natürlich sind E Roller manchmal praktisch. Gerade in Wien stehen sie an vielen Ecken herum und für kurze Strecken wirken sie zuerst wie die bequemste Lösung. Trotzdem nerven sie mich im Alltag öfter, als sie helfen. Manchmal steht der nächste Roller viel weiter weg, als die App verspricht. Manchmal ist er kaputt oder fast leer. Und manchmal fährt man nur ein paar Minuten und zahlt trotzdem mehr, als es sich für diese Strecke eigentlich anfühlt. Dieses Gefühl habe ich beim Fahrrad nicht. Es ist direkter und ehrlicher.

Echte Bewegung

Am Fahrrad mag ich vor allem, dass ich mich wirklich bewege. Ich mache generell gerne Sport, deshalb finde ich es angenehm, wenn auch ein normaler Weg nicht nur aus Herumstehen besteht. Es muss nicht immer gleich ein richtiges Training sein. Schon eine kurze Strecke mit dem Rad macht den Kopf freier, besonders im Sommer. Man ist draußen, spürt den Fahrtwind und kommt trotzdem schnell voran. Nach einem langen Tag oder auf dem Weg zu Freunden fühlt sich das Fahrrad für mich einfach besser an als ein E Roller.

Auch im Straßenverkehr fühle ich mich mit dem Fahrrad meistens sicherer. E Roller sind zwar schnell, aber genau das macht sie manchmal unangenehm. Zwischen Autos, Straßenbahnschienen, Fußgängerinnen, Fußgängern und anderen Rollern kann es ziemlich stressig werden. Dazu kommt, dass manche Leute mit E Rollern wirklich rücksichtslos fahren oder sie mitten am Gehsteig abstellen. Das stört nicht nur andere, sondern macht die ganze Sache auch unsympathischer. Beim Fahrrad habe ich mehr Kontrolle und fühle mich stabiler.

Zahlen für den Roller

Ein weiterer Punkt ist der Preis. Beim E Roller kostet jede Fahrt. Auch wenn es zuerst nicht viel wirkt, summiert sich das schnell. Beim Fahrrad zahlt man nicht jedes Mal, nur weil man ein paar Minuten unterwegs ist. Gerade für Wege, die öfter vorkommen, zum Beispiel zur Schule, zu Freunden, zum Sport oder einfach durch die Stadt, ist das Fahrrad sinnvoller. Es ist günstiger, umweltfreundlicher und unabhängiger. Der größte Aufwand ist, es ordentlich abzusperren.

Trotzdem finde ich E Roller nicht komplett schlecht. Wenn es sehr heiß ist, wenn ich müde bin oder wenn ich schnell irgendwohin muss und kein Fahrrad in der Nähe ist, kann ein E Roller schon angenehm sein. Für mich bleibt er aber eher eine Notlösung. Er ist praktisch, aber nicht wirklich etwas, worauf ich mich im Alltag verlassen möchte. Dafür ist er zu teuer, zu zufällig und manchmal einfach zu nervig.

Deshalb gewinnt für mich klar das Fahrrad. Es ist nicht perfekt, vor allem bei Regen oder im Winter. Aber es passt besser zu meinem Alltag und zu dem Gefühl, das ich unterwegs haben will. Ich komme von A nach B, bewege mich dabei und bin nicht von Akku, App oder Mietpreis abhängig. E Roller bringen mich irgendwohin. Das Fahrrad gibt mir dabei noch ein bisschen Freiheit mit.



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