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Bereitet uns die Schule wirklich aufs Leben vor? Noch sieht es nicht danach aus

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Volontärin · HLM HLW Krems
07.03.2026
2 Min.

Wir lernen Gedichtanalysen, lösen komplizierte Gleichungen und schreiben Tests über historische Ereignisse. Doch wenn es um Steuern, Sparen und ums Investieren geht, fühlen wir uns unsicher. Und das, obwohl Geld unser ganzes Leben beeinflusst.

Wir sollten dringend mehr über Geld lernen. (Foto: shutterstock)

„Die Schule bereitet dich auf das Leben vor.“ Diesen Satz haben wir alle schon unzählige Male gehört. Doch wenn wir ehrlich sind: Stimmt das wirklich? Bereitet uns die Schule tatsächlich auf die Herausforderungen vor, die uns außerhalb des Klassenzimmers erwarten? Wenn das so sein soll, dann braucht unser Schulsystem dringend eine Reform. Denn mit einem zentralen Thema, das uns ein Leben lang begleitet, werden wir viel zu wenig konfrontiert: dem richtigen Umgang mit Geld.

Finanzbildung als unterschätztes Unterrichtsthema

Natürlich sind Fächer wie Mathematik, Deutsch und Englisch sehr wichtig. Sie bilden die Grundlage für Kommunikation, logisches Denken und viele berufliche Wege. Doch wir leben in einer kapitalistischen Gesellschaft, in der finanzielle Bildung eine entscheidende Rolle spielt.

Trotzdem wird Wirtschaft und Finanzwissen, besonders an allgemeinbildenden höheren Schulen (AHS), oft nur oberflächlich behandelt, beispielsweise im Rahmen von Geografie und Wirtschaftskunde. Häufig fehlt dabei der Praxisbezug, und die Inhalte werden nicht ausreichend vertieft.

Ein Unterschied im Wirtschaftsunterricht

An berufsbildenden höheren Schulen (BHS), wie jener, die ich besuche, sieht die Lage etwas besser aus. Wir haben Fächer wie Rechnungswesen und Betriebswirtschaft, in denen wir wichtige Grundlagen lernen.

Dennoch bleiben zentrale Fragen offen: Wie spart man richtig? Wie baut man langfristig Vermögen auf? Was muss man über Versicherungen wissen? Wie funktioniert sicheres Onlinebanking? Und welche Risiken muss man bei Aktien, Kryptowährungen oder Online-Trading beachten?

Warum finanzielle Bildung wichtig ist

Ich habe schon oft Geschichten von Freunden und Bekannten gehört, die Schulden bei Klarna anhäufen oder ihr gesamtes Geld für Online-Gambling und Videospiele ausgeben. Genau deshalb sollte finanzielle Bildung einen viel größeren Stellenwert im Unterricht einnehmen. Denn Geld beeinflusst unser Leben, vom ersten Job bis zur Pension. Wer früh lernt, verantwortungsvoll damit umzugehen, ist klar im Vorteil.

Mehr Finanzbildung in der Schule

Eine mögliche Lösung wäre, Finanzbildung stärker in den Unterricht zu integrieren. Zum Beispiel könnte es ein eigenes Fach geben (zusätzlich zu Rechnungswesen und Betriebswirtschaft), in dem Schülerinnen und Schüler lernen, wie man ein Budget erstellt, spart, investiert oder Verträge und Kredite versteht.

Zusätzlich könnten externe Expertinnen und Experten Workshops in Schulen anbieten und über Themen wie Onlinebanking, Schuldenfallen oder sinnvolle Geldanlagen sprechen. So würde Finanzbildung nicht nur theoretisch vermittelt, sondern auch praxisnah erklärt.


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