Wenn ich ehrlich bin, hat mein Handy mich manchmal mehr beeinflusst, als mir lieb war. Zwischen perfekt bearbeiteten Bildern, endlosen TikTok-Feeds und ständigen Nachrichten habe ich oft vergessen, wie viel von dem, was ich sehe, eigentlich nur Fassade ist. Genau deshalb höre ich inzwischen viel genauer hin, wenn Creator, denen ich vertraue, über ihren Umgang mit Social Media sprechen. Und tatsächlich habe ich von meinen digitalen Vorbildern ein paar Dinge gelernt, die meinen Blick auf das Internet komplett verändert haben.
Das Wichtigste zuerst: Ich habe gelernt, nicht alles zu glauben, was auf Social Media passiert. Viele Influencer sagen inzwischen ganz offen, dass ihre Posts nur ein Bruchteil ihres echten Lebens sind. Eine meinte einmal: „Du siehst meine Highlights, aber nicht die 20 Versuche davor.“ Seitdem vergleiche ich mich weniger mit Bildern, die sowieso nicht die ganze Wahrheit zeigen.
Außerdem habe ich verstanden, wie gut digitale Pausen tun. Mehrere meiner Vorbilder sprechen regelmäßig darüber, dass sie ihr Handy bewusst ausschalten, um wieder klarzukommen. Das hat mich inspiriert, selbst kleine Offline-Momente einzubauen, und es ist verrückt, wie viel freier ich mich plötzlich fühlte, als der Bildschirm für eine Weile schwarz off blieb.
Ein weiterer Punkt, der mir viel gebracht hat: Kritik filtern zu lernen. Auf TikTok sprechen viele darüber, wie wichtig es ist, zwischen echten Tipps und sinnlosem Hate zu unterscheiden. Das hilft mir auch in meinem eigenen Leben. Nicht jede Meinung bedeutet etwas, und manche sollten wir einfach vorbeiziehen lassen.
Auch der Algorithmus beeinflusst mich mehr, als ich dachte. Viele Creator erzählen offen, wie sie ihren Feed bewusst umsortieren, um positiver durchs Scrollen zu kommen. Dadurch habe ich gelernt, dass ich selbst entscheide, was ich sehe , und wie sich das auf meine Stimmung auswirkt.
Und zuletzt: Kreativität braucht Mut. „Poste, was dir Spaß macht, nicht das, was am meisten Klicks bringt“, sagen viele meiner Vorbilder. Das hat mir gezeigt, dass es nicht darum geht, perfekt zu sein, sondern darum, echt zu bleiben und Dinge auszuprobieren, auch wenn sie nicht sofort viral gehen.
Kommentare