In Österreich sind Energy Drinks bei Jugendlichen beliebt: zirka acht bis neun Prozent der Jugendlichen Österreicher*innen trinken mindestens einen Energy Drink pro Tag, wobei der Konsum besonders bei den zwölf bis siebzehn-jährigen Österreicher*innen verbreitet ist.
Zum Beispiel am Abend, wenn sie noch etwas zu lernen haben, aber schon etwas müde und unkonzentriert werden, oder in der Früh, bevor sie in die Schule gehen, damit sie wach werden.
Inhaltstoffe und ihre Wirkung
Koffein ist der wichtigste Wirkstoff in Energy Drinks und wirkt zusammen mit Zucker belebend auf den Körper. Bereits nach zehn bis zwanzig Minuten setzt die Wirkung ein, die Konzentration steigt, die Herzfrequenz erhöht sich und auch der Blutdruck steigt. Dieser Effekt hält meist nur kurz an, danach folgt häufig ein Leistungstief.
Energy Drinks enthalten eine Mischung verschiedener Inhaltsstoffe, die in großen Mengen ungesund sind. Hersteller fügen Koffein, Zucker, Taurin, eine organische Säure, die der menschliche Körper aus Aminosäuren wie Methionin oder Cystein bildet, Glucuronolacton, ein Kohlenhydrat beziehungsweise Stoffwechselprodukt, Vitamine der B-Gruppe, nämlich B drei, B fünf, B sechs und B zwölf, sowie Säuerungsmittel, Säureregulatoren, Farbstoffe und Aromen hinzu.
Gesundheitliche Risiken bei regelmäßigem Konsum
Problematisch wird der Konsum vor allem bei regelmäßigem beziehungsweise übermäßigem Gebrauch. Energy Drinks können abhängig machen und den Körper stark belasten. Der hohe Koffeingehalt in Kombination mit Taurin aktiviert den sogenannten Sympathikus. Dies kann zu Bluthochdruck, Herzrasen und Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern führen. In manchen extremen Fällen verursachen sie sogar Herzinfarkte oder Herztod.
Auch Nebenwirkungen treten häufig auf. Dazu zählen Nervosität, Zittern, Schlafstörungen, Angstzustände, Aggressionen und Magen-Darm-Beschwerden. Besonders gefährlich ist der Konsum in Kombination mit Alkohol oder bei bereits bestehenden Herzerkrankungen.
Empfohlene Koffeinmenge für verschidenen Altersgruppen
Ab wann liegt schädlicher Konsum vor? Für gesunde Erwachsene gilt eine tägliche Koffeinmenge von bis zu vierhundert Milligramm als unbedenklich. Energy Drinks enthalten jedoch bereits einen großen Teil dieser Menge.
Für Kinder und Jugendliche liegt die Grenze deutlich niedriger, nämlich bei drei Milligramm Koffein pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag, da ihr Körper empfindlicher auf Koffein reagiert. Experten raten daher zu einem geringeren Konsum, um gesundheitliche Risiken zu vermeiden.
Gesündere Alternativen zu Energy Drinks
Es gibt auch gesündere Alternativen, die eine ähnliche Wirkung wie Energy Drinks haben. Dazu zählen beispielsweise Matcha-Tee, Kaffee in Maßen sowie grüner und schwarzer Tee.
Wasser mit Zitrone oder Ingwer eignet sich ebenfalls gut, um wach zu werden, ebenso wie Kokoswasser oder frische Smoothies.
Energy Drinks können zwar kurzfristig helfen, die Leistungsfähigkeit zu steigern. Bei übermäßigem Konsum, schon eine Dose täglich kann zu viel sein, führen sie jedoch zu erheblichen Folgen für die Gesundheit. Verbraucher sollten daher bewusst mit Energy Drinks umgehen.
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