Alles mit der Ruhe: Warum Pausen wichtig sind

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Volontärin · HLM HLW Krems
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23.03.2026
2 Min.

Unser gesamter Alltag und die Gesellschaft um uns herum, ist geprägt vom Motto: „Wer nicht arbeitet bis zum umfliegen, ist faul!“. Aber wieso eigentlich? Warum müssen wir immer pausenlos arbeiten und leisten, ohne auf unsere mentale Gesundheit schauen zu dürfen. In diesem Text geht es vor allem genau um diese Frage und um ein paar persönliche Ereignisse und Strategien meinerseits.

Wenn alles zu viel wird: Eine Pause kann helfen, wieder klarer zu sehen. (Foto: vdnhieu pixabay)

Wenn Stress schon am Morgen beginnt

Heute Nachmittag habe ich schon wieder mit meiner Mutter diskutiert, ob ich das nächste Mal auch von der Schule zuhause bleiben darf. Ich lese den Chat meiner Klassengruppe: „Hey Leute, da ich aufgrund des schulischen Stresses schon wieder kurz vor einem Burn-out stehe, werde ich die nächsten zwei bis drei Tage nicht in die Schule kommen.“

Häufig bekomme ich mit, dass viele meiner Freunde von der Schule zuhause bleiben. Alle haben einen ganz bestimmten gemeinsamen Grund, und zwar ihre eigene mentale Gesundheit. Ich merke es auch bei mir selbst. Oft arbeite und arbeite ich, ohne auch nur auf die Idee zu kommen, zu schauen, wie viel ich eigentlich schon erreicht habe. Manchmal passiert es mir sogar, dass ich über mehrere Stunden vergesse zu essen und zu trinken. Einmal war ich sogar so überarbeitet, dass ich fast über 12 Stunden geschlafen habe – und normalerweise tue ich so etwas nie.

Meiner Meinung nach sollte man genau in diesem Moment einen klaren Schlussstrich ziehen und eine verdiente Pause machen.

Warum Pausen oft zu kurz kommen

Aber wie sollen wir diesem Gesellschaftsbild auch entfliehen? Ich verüble es keinem, der es noch nicht geschafft hat. Wenn ich von mir rede, bin ich umgeben von Vorbildern und Familienmitgliedern, die alle nicht auf solche Dinge wie Pausen schauen.

Man muss nur einmal an die Generation unserer Großeltern denken – die Arbeitsgeneration schlechthin. Aber auch meine Eltern arbeiten Woche für Woche durch. Sie starten ihr Wochenende nicht mit Ausschlafen und einem gemütlichen Frühstück. Nein, sie beginnen direkt weiter im Garten zu arbeiten oder ein anderes Projekt fertigzustellen.

Was mir wirklich hilft, runterzukommen

Nun, mir persönlich wird das alles auch manchmal zu viel. Über die Jahre habe ich mir aber Strategien und Methoden aneignen können, durch die ich mich wieder beruhigen und entspannen kann.

Häufig atme ich zum Beispiel ganz bewusst ein und aus, um die Welt um mich herum für einen Moment auszublenden. Natürlich hilft es auch, sich einfach mal Zeit für sich selbst zu nehmen. Wenn ich mich dafür entscheide, mache ich mir ganz bewusst keine Termine für diesen Tag und versuche, alles ruhig und in meinem eigenen Tempo anzugehen.

Warum auch Weinen helfen kann

Schlussendlich kann es aber auch hilfreich sein, kurz zu weinen. Viele Personen stauen ihre Emotionen in sich auf. Sie lassen niemanden an sich heran und lassen gleichzeitig auch nichts aus sich heraus.

Durch bewusstes Weinen haben wir die Möglichkeit, unsere Emotionen kontrolliert herauszulassen. So vermeiden wir auch, in der Öffentlichkeit plötzlich loszuheulen. Stattdessen kann man sich bewusst vornehmen: „Heute am Nachmittag, wenn ich ungestört zuhause angekommen bin, werde ich mir kurz Zeit nehmen, um zu weinen.“

Das hört sich vielleicht am Anfang ein bisschen komisch an, aber nach einiger Zeit kann es tatsächlich sehr hilfreich sein.


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Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch die Medizinische Universität Graz.

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