Ich wünsche mir das Recht auf Handyfreiheit. Einfach Zeit, das Handy auszuschalten. So ein richtiger Pausenknopf wäre perfekt, am liebsten jeder bekommt einen großen, roten Buzzer auf den Kopf geschnallt.
Immer, wenn alles zu viel wird, wenn die Augen schon eckig werden und die Finger automatisch über das Display huschen, drücke ich drauf und alles bleibt stehen. Die Welt draußen verpasst mich nicht, auch wenn ich kurz verschwinde aus dem kleinen, krebserregend strahlenden Viereck, das sonst ständig meinen Blick fesselt.
Zeit, wir brauchen mehr Zeit fürs echte Leben
Und noch ein weiteres Recht fände ich gut: Zeit. Zeit, um einfach einmal in der Realität zu verweilen, ohne sofort wieder in den endlosen Strudel von Nachrichten, Likes und Benachrichtigungen gezogen zu werden. Einfach durchatmen, schauen, hören, riechen, einfach leben, ohne ständig auf dieses kleine Gerät zu starren.
Vielleicht könnten solche Rechte unsere chronische Handyobsession ein wenig entschärfen. Vielleicht würde dann das Grüne da draußen … wie heißt es noch gleich? Ach ja: die Natur … wieder einladender aussehen, wärmer, lebendiger. Vielleicht würden wir die Sonne wieder sehen, die Blumen riechen, den Wind spüren, ohne dass das Handy uns permanent davon abhält.
Hoffentlich ist bald die Batterie leer, damit wir alle kurz auftanken können, nicht am Ladekabel, sondern in der echten Welt.
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