Unsere Abschlussreise nach Amsterdam war etwas ganz Besonderes, weil sie gleichzeitig unsere letzte gemeinsame Reise als Klasse war. Schon deshalb hatte sie für uns einen hohen Stellenwert. Natürlich haben wir uns auf die Reise gefreut, aber ich hätte nicht gedacht, dass sie am Ende so viele schöne Erinnerungen hinterlassen würde.
Amsterdam auf eigene Faust entdecken
Das Besondere an dieser Reise war, dass wir sehr viel Freizeit hatten und Amsterdam oft selbst erkunden durften. Dadurch konnten wir die Stadt auf unsere eigene Art kennenlernen, durch kleine Gassen spazieren, die Grachten entdecken oder einfach gemeinsam etwas essen gehen. Trotzdem haben wir auch viele Programmpunkte als Klasse erlebt. Wir machten eine Radtour durch die Stadt, unternahmen eine Bootsfahrt auf den Grachten und besuchten verschiedene Museen.
Mein persönliches Highlight
Mein persönliches Highlight war aber ein Kochkurs in der Natur. Gemeinsam sammelten wir Kräuter und Beeren und bereiteten daraus verschiedene Gerichte zu. Das war etwas völlig Neues für mich und hat perfekt zu unserer Schule gepasst. Genauso spannend war die Zusammenarbeit mit einer Universität in Amsterdam, die auf Landwirtschaft und Gartenbau spezialisiert ist. Dort bekamen wir einen guten Einblick in die Ausbildung und konnten sehen, wie in einem anderen Land gearbeitet und geforscht wird. Diese Erfahrung fand ich besonders interessant, weil sie gut zu unserer Ausbildung passt.
Nicht alles muss perfekt sein
Natürlich gibt es bei jeder Reise auch Dinge, die man anders machen könnte. Manchmal wäre etwas mehr gemeinsame Zeit als Klasse schön gewesen, weil wir oft in kleinen Gruppen unterwegs waren. Trotzdem glaube ich, dass genau diese Freiheit die Reise so besonders gemacht hat. Jeder konnte Amsterdam auf seine eigene Weise entdecken und trotzdem haben wir viele gemeinsame Erinnerungen gesammelt.
Eine Klasse wächst zusammen
Während der Reise war die Stimmung in unserer Klasse sehr entspannt. Man hat viel gelacht, gemeinsam Neues ausprobiert und auch mit Mitschülerinnen und Mitschülern Zeit verbracht, mit denen man im Schulalltag vielleicht weniger zu tun hat. Nach der Reise hatte ich das Gefühl, dass die Klassengemeinschaft noch ein Stück enger geworden ist. Gerade weil es unsere Abschlussreise war, wurde vielen bewusst, dass unsere gemeinsame Schulzeit bald zu Ende geht. Dadurch hat man die gemeinsame Zeit noch mehr geschätzt.
Schulreisen haben auch Schattenseiten
Trotzdem finde ich, dass man auch die Schattenseiten von Schulreisen ansprechen sollte. Nicht jede Familie kann sich eine mehrtägige Reise problemlos leisten. Für manche Schülerinnen und Schüler bedeutet das zusätzlichen finanziellen Druck. Andere fühlen sich in großen Gruppen oder weit weg von zu Hause nicht wohl und erleben eine solche Reise vielleicht ganz anders. Deshalb sollte jede Schule darauf achten, dass niemand ausgeschlossen wird und es Unterstützung gibt, wenn jemand Hilfe braucht.
Was sagt die Pädagogik dazu?
Studien und Pädagoginnen und Pädagogen betonen immer wieder, dass Schulreisen das soziale Lernen fördern. Man lernt Verantwortung zu übernehmen, Rücksicht auf andere zu nehmen und Probleme gemeinsam zu lösen. Ich kann diese Meinung gut nachvollziehen. Gleichzeitig denke ich, dass nicht jede Reise automatisch ein voller Erfolg ist. Eine gute Planung und ein abwechslungsreiches Programm sind entscheidend.
Was bleibt am Ende?
Für mich hat sich unsere Abschlussreise nach Amsterdam auf jeden Fall gelohnt. Sie war nicht nur eine schöne Belohnung zum Abschluss unserer Schulzeit, sondern auch eine Möglichkeit, als Klasse noch einmal gemeinsame Erinnerungen zu schaffen. Ich bin überzeugt, dass ich mich noch viele Jahre an diese Reise erinnern werde. Deshalb finde ich, dass Schulreisen – wenn sie gut organisiert sind und für alle zugänglich bleiben – mehr sind als nur ein Ausflug. Sie schaffen Erlebnisse, die man aus dem Klassenzimmer alleine nie mitnehmen könnte.
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