Zwischen Lernzetteln, Taschenrechnern und der Frage „Habe ich heute eigentlich schon genug gelernt?“ steckt gerade ein Großteil der Abschlussklassen mitten im Maturastress. Doch wie sieht die Vorbereitung wirklich aus? Ich habe mit Maturantin Lena Schieker über Lernpläne, Stress und den ganz normalen Wahnsinn vor der Matura gesprochen.
Wann hast du mit dem Lernen für die Matura richtig begonnen?
Lena Schieker: So richtig intensiv habe ich ungefähr zwei bis drei Monate vor der Matura angefangen. Davor habe ich natürlich im Unterricht mitgearbeitet und kleinere Wiederholungen gemacht, aber die gezielte Vorbereitung ist erst später gekommen.
Wie viele Stunden lernst du ungefähr pro Tag?
Lena Schieker: Das ist unterschiedlich, je nachdem wie nah die Prüfungen sind. In der intensiven Phase sind es meistens zwischen drei und fünf Stunden pro Tag, mit Pausen dazwischen, damit ich konzentriert bleibe.
Wie sieht dein typischer Lerntag aus?
Lena Schieker: Ich versuche, meinen Tag gut zu strukturieren. Am Vormittag lerne ich meist die schwierigeren Fächer, weil ich da am konzentriertesten bin. Am Nachmittag wiederhole ich Stoff oder mache Übungen. Zwischendurch mache ich bewusst Pausen, gehe spazieren oder treffe kurz Freunde, damit ich nicht komplett überfordert werde.
Welches Fach ist für dich am schwierigsten und warum?
Lena Schieker: Für mich ist Mathematik am herausforderndsten, weil wir dort nicht nur auswendig lernen können, sondern wirklich verstehen müssen, wie wir auf die Lösungen kommen. Wenn wir einmal den Anschluss verlieren, wird es schnell kompliziert.
Wie stark beeinflusst die Matura deinen Alltag und deine Freizeit?
Lena Schieker: Schon ziemlich stark. Ich plane meine Freizeit viel bewusster und mache weniger spontane Unternehmungen. Trotzdem versuche ich, mir bewusst Auszeiten zu nehmen, weil ich merke, dass ich sonst weniger effektiv lerne.
Wie gehst du mit Stress oder Druck um, wenn es viel wird?
Lena Schieker: Ich versuche, mir realistische Ziele zu setzen und nicht alles auf einmal zu machen. Außerdem hilft es mir, mit Freunden oder meiner Familie darüber zu reden. Bewegung oder einfach mal abschalten ist auch wichtig, um den Kopf freizubekommen.
Was würdest du jüngeren SchülerInnen raten, die noch vor der Matura stehen?
Lena Schieker: Ich würde sagen: Fangt früh genug an, aber macht euch nicht verrückt. Regelmäßiges Wiederholen ist viel effektiver, als alles auf den letzten Moment zu verschieben. Und ganz wichtig: Pausen einplanen und auf euch selbst schauen. Die Matura ist wichtig, aber nicht alles im Leben.
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