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Was Marty Byrde aus Ozark mit Steuerberatern gemeinsam hat

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Volontär · HtbluVA Villach
05.03.2026
3 Min.

Wenn ich an Steuerberater denke, habe ich nicht sofort staubige Aktenordner vor Augen. Stattdessen fällt mir überraschenderweise eine Serienfigur ein: Marty Byrde aus Ozark. Natürlich ist sein Leben deutlich dramatischer als der Alltag eines echten Steuerberaters, trotzdem zeigt die Figur ganz gut, wie wichtig Ruhe, Überblick und ein gutes Verständnis für Zahlen in diesem Beruf sein können.

Die Serie Ozark begeistert weltweit Millionen Menschen. (Foto: Netflix screenshot)

Wenn ich an das Bild eines Steuerberaters denke, muss ich manchmal an eine Figur aus einer Serie denken: Marty Byrde aus der Ozark. Offiziell arbeitet er dort als Finanzberater und nicht als klassischer Steuerberater. Trotzdem beschäftigt er sich ständig mit Zahlen, Konten und komplizierten Berechnungen. Für mich verkörpert er deshalb ziemlich gut das Bild eines Menschen, der beruflich mit Finanzen und Verantwortung umgehen muss.

Was mich an Marty Byrde besonders beeindruckt, ist seine Ruhe. Egal, wie chaotisch die Situation um ihn herum wird, bleibt er sachlich und denkt logisch. Während andere Figuren in Panik geraten, setzt er sich hin, analysiert die Zahlen und sucht nach einer Lösung. Genau so stelle ich mir auch jemanden vor, der im Bereich Steuern arbeitet: eine Person, die den Überblick behält, wenn andere längst den Durchblick verlieren.

Die Realität sieht anders aus

Natürlich ist vieles in der Serie stark übertrieben. Geldwäsche gehört im echten Leben selbstverständlich nicht zum Alltag eines Steuerberaters. Realistisch erscheint mir aber der Druck, der mit finanzieller Verantwortung verbunden ist. Oft geht es um große Geldbeträge, und ein kleiner Fehler kann ernste Folgen haben. Das zeigt, wie wichtig Genauigkeit und Konzentration in diesem Beruf sind.

Auch im echten Leben habe ich eine kleine Verbindung zu diesem Beruf. Ein Freund meiner Familie arbeitet als Steuerberater, und durch Gespräche mit ihm habe ich ein anderes Bild von diesem Job bekommen. Ich erinnere mich zum Beispiel daran, dass er einmal bei uns zu Besuch war und meinem Vater erklärte, wie bestimmte Ausgaben steuerlich berücksichtigt werden können. Für mich klang das zunächst sehr kompliziert, aber er hat es Schritt für Schritt erklärt und sogar kleine Beispiele auf ein Blatt Papier gezeichnet. In diesem Moment habe ich gemerkt, dass es in diesem Beruf nicht nur um Zahlen geht, sondern auch darum, Dinge verständlich zu erklären und Menschen zu helfen.

Ruhe und Konzentration sind gefragt

Wenn ich mir den Alltag von Steuerberatern vorstelle, denke ich an Beratungsgespräche, das Prüfen von Belegen, das Ordnen von Unterlagen und das Ausfüllen von Formularen. Alles muss korrekt sein und genau überprüft werden. Steuerberater unterstützen Selbstständige, Unternehmen und auch Angestellte dabei, ihre Finanzen zu ordnen. Ohne diese Unterstützung würden viele Menschen wahrscheinlich schnell den Überblick verlieren.

Der Weg in diesen Beruf ist außerdem ziemlich anspruchsvoll. Meist braucht man eine Ausbildung oder ein Studium im wirtschaftlichen Bereich und danach eine sehr schwierige Prüfung. Das erfordert viel Fachwissen, Geduld und Durchhaltevermögen.

Für mich ist eine Steuerberaterin oder ein Steuerberater deshalb nicht einfach eine Person hinter einem Stapel Papier. Es ist jemand, der Ordnung in komplexe Situationen bringt und anderen Sicherheit gibt. Ob ich selbst später einmal in diesem Beruf arbeiten möchte, weiß ich noch nicht genau. Ich mag Struktur und klare Systeme, aber gleichzeitig brauche ich auch Kreativität. Trotzdem habe ich großen Respekt vor Menschen, die täglich mit so viel Verantwortung umgehen und dabei einen kühlen Kopf bewahren.


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Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch die Kammer der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen

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