Die plötzlich verschwundenen Sachen
Du legst deinen Stift ganz normal auf den Tisch. Kurz darauf willst du ihn wieder nehmen. Aber er ist einfach weg. Du durchsuchst dein Mäppchen, schaust unter den Tisch, fragst deinen Sitznachbarn. Nichts. Wo ist der hin? Wie ist denn das jetzt schon wieder passiert? Er ist einfach weg.
Ein paar Minuten später liegt der Stift wieder genau da, wo du ihn hingelegt hast. Du bist dir sicher, dass er vorher nicht da war. Für einen Moment überlegst du, ob du ihn einfach übersehen hast, aber es fühlt sich nicht so an. Was bleibt, ist ein kleines Gefühl von Unsicherheit. Nicht groß genug, um wirklich beunruhigend zu sein, aber stark genug, um dich kurz zweifeln zu lassen: an deiner Wahrnehmung, an deiner Erinnerung.
Alle wissen die Antwort, nur du nicht
Die Lehrerin stellt eine Frage, die scheinbar alle verstehen. Hände gehen sofort hoch, Antworten kommen ohne Zögern. Du sitzt da und hast keine Ahnung, wann das Thema überhaupt besprochen wurde. Du blätterst in deinem Heft und da steht etwas dazu. Sogar in deiner eigenen Schrift. Du kannst dich aber überhaupt nicht erinnern, das jemals aufgeschrieben zu haben.
In solchen Momenten fühlen wir uns nicht nur verwirrt, sondern auch ausgeschlossen. Als würden wir etwas verpassen, das für alle anderen selbstverständlich ist. Die Frage ist nicht nur „Wann haben wir das gemacht?“, sondern auch: „Warum weiß ich es nicht mehr?“ oder sogar „Warum scheinen alle anderen so sicher zu sein, nur ich nicht?“
Deja Vu auf dem Schulflur
Du kommst morgens in die Schule, gehst durch den Flur, jemand lässt sein Buch fallen, ein Lehrer ruft jemanden beim Namen, alles ganz normal. Am nächsten Tag passiert exakt das Gleiche. Gleiche Stelle, gleiche Person, sogar das Buch fällt auf die gleiche Art zu Boden.
Du bleibst kurz stehen, weil es dir auffällt. Die anderen laufen einfach weiter, als wäre es ein ganz normaler Morgen. Es ist kein großes Ereignis, nichts Spektakuläres und genau deshalb wirkt es so seltsam. Weil es sich nicht erklären lässt, aber auch nicht wichtig genug scheint, um es laut anzusprechen.
Manchmal sind es keine großen Dinge, sondern solche kleinen, komischen Momente, die einen kurz zweifeln lassen. Und genau das macht sie irgendwie noch seltsamer. Wir halten inne, überlegen. Doch es bleibt nichts hängen außer der Ahnungslosikgkeit
Kommentare
Verbessern könnte man noch die Sprache, weil manche Sätze etwas zu lang sind. Am Ende ist auch ein kleiner Fehler bei „Ahnungslosigkeit“.
Insgesamt ist es aber ein interessanter und gut geschriebener Text.