Für Kinder ist alles Neue interessant. Wenn ich mich zurückerinnere, hatte ich so viele verschiedene Interessen in alle möglichen Richtungen. Neues Lernen durch Bücher oder Serien war cool, keine Arbeit. Genau dieses Mindset sollte in die Schulen gebracht werden.
Versteht mich nicht falsch, die eigenen Interessen kann man wunderbar in der Freizeit ausleben, nur an irgendeinem Punkt in der Jugend, vollgepackt mit Hausübungen, zwischen dem Lernen für drei Prüfungen noch in dieser Woche und dem Versuch, das eigene Sozialleben am Leben zu erhalten, geht diese Neugier über die Welt aus meiner Sicht unter.
Und das finde ich schade. In der Schule, umgeben von Wissen, sollte man versuchen, zum Beispiel im Geschichtsunterricht statt trockenem Auswendiglernen der Tätigkeiten der EU-Institutionen lieber darüber diskutieren, womit sich jene derzeit wirklich beschäftigen. Was tut die EU aktuell gegen den Klimawandel oder für Jugendrechte? Ich bin überzeugt davon, dass das meiste, was wir in der Schule lernen, eigentlich wirklich interessant ist und wir nur den Fokus von „für den Test lernen“ auf „interessantes Neues lernen“ wenden sollten.
Ich stelle mir hier keinen kompletten Kurswechsel in der Bildungspolitik vor, sondern dass durch z.B. den Bezug auf aktuelle Themen der Unterrichtsstoff relevanter gemacht wird. Ohne die Rücksicht auf mangelnde Ressourcen finde ich auch die Idee von Wahlfächern sehr interessant. Ich glaube allein zu verstehen, weswegen man etwas lernen muss, oder es selbst entschieden zu haben, macht Schule wieder deutlich interessanter.
KI-Bildung: Wie wir sie als Werkzeug richtig nutzen
Vielleicht bin ich schon etwas zu alt, ich weiß, in den Unterstufen wird viel in Digi-Unterricht drüber geredet, aber ich stell mir gerade die Frage: Wie viel wirklich Nützliches wird derzeit in den Schulen über die Anwendung von KI vermittelt?
Meines Erachtens nicht genug. Ich habe mir überwiegend all mein Wissen zu KI selbst beigebracht durch einerseits pures Eigeninteresse oder Ausprobieren. Persönlich denke ich auch, es kann als Schüler*in wirklich nützlich sein, wenn man weiß, wie man KI richtig zum Lernen benutzt. Wie cool wäre es, das in der Schule gelernt zu haben?
Ich habe für mich rausgefunden, dass ich mit Active Recall das meiste in kürzester Zeit lernen kann und ja, ich lasse mir dabei auch von KI helfen. Persönlich lasse ich mich gerne von der KI abprüfen. Etwas eher Neueres, das ich für mich entdeckt habe, sind mir Französisch-Grammatik-Übungszettel erstellen zu lassen. Beides funktioniert gut, weil nicht die KI das Denken übernimmt, sondern sie das eigene herausfordert.
Bowls statt SPAR: Ideen für eine gesunde Mittagspause
Die Realität ist diese: Wir haben 15 Minuten Pause, um in der Cafeteria oder beim Spar uns etwas zu essen zu kaufen. Vielleicht geht sich ein Döner aus, aber viel Zeit zum Essen bleibt dann nicht mehr.
In einer Traumwelt sähe das für mich als Vegetarierin etwas anders aus: Im besten Fall etwas mehr Zeit zum Essen, und in der Cafeteria ein hauseigener Bowl-Shop mit frischen Zutaten zu einem guten Preis. Denn nur mit Bowls zu schülerfreundlichen Preisen würden am Ende alle von dem Angebot profitieren.
Nach nun zwei Jahren ohne halbe Stunde fixe Essenszeit vermisse ich den Rhythmus und ich denke auch, es kann nicht gesund sein, besonders für Jugendliche, fünf Tage die Woche gar nichts oder ungesundes zu Mittag zu essen. Besonders am späten Nachmittag wird der Unterricht anstrengend, da die Konzentration fehlt.
Ein etwas einfacher umsetzbarer Vorschlag meinerseits wäre es, eine Mikrowelle für Schüler*innen bereitzustellen. Besonders bei meinem Sommerpraktikum im Büro habe ich gemerkt, wie praktisch es ist, wenn man nicht immer was kaufen muss, sondern auch einfach mal etwas Vorgekochtes von zuhause aufwärmen kann.
Persönliche Perspektive
Alle Schüler*innen können nur von ihren eigenen Erfahrungen in der Schule berichten und die obige ist meine. Persönlich liebe ich Lernen und war auch immer ein neugieriges Kind, weswegen ich mir eine Schule wünsche, in der diese Neugier gestärkt wird, anstatt sie in Vergessenheit geraten zu lassen.
Die aufgelisteten Punkte stünden auf meiner Agenda ganz oben, wenn man mich fragen würde, wie man Schule für alle noch etwas besser machen könnte. Aber Schule wird nicht für eine Person gemacht, sondern für alle, weswegen andere Meinungen und Perspektiven zu diesem Thema sicher ganz unterschiedlich sind.
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