Was mich immer wieder zurück auf den Boden holt

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Volontär · BRG Kufstein
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12.04.2026
2 Min.

Ein Tropfen Wasser in der Stille, ein kurzer Blick in den Spiegel, das kalte Metall in der Hand. Dinge, die eigentlich bedeutungslos sind, lösen oft viel aus.

Halten wir einen Augenblick lang Stille. Und, was spürt ihr gerade jetzt? (Foto: shutterstock)

Die Stille nach dem Training

Gestern Abend, nach dem Judo-Training, saß ich noch kurz allein in der Umkleide. Alle waren schon gegangen, und plötzlich war da diese absolute Stille. Nur das leise Tropfen eines Wasserhahns und mein eigener Atem. Ich saß einfach da, noch verschwitzt, die Muskeln müde, und dachte an nichts. Es war seltsam friedlich. Normalerweise bin ich sofort am Handy oder auf dem Weg nach Hause, aber in diesem Moment wollte ich einfach nur sitzen bleiben. Als würde mein Körper mir sagen: „Warte noch einen Moment, bevor du wieder losstürzt." Seitdem überlege ich, ob ich öfter solche stillen Momente bewusst einbauen sollte.

Der Schatten meiner Hand auf dem Schulheft

Heute Morgen in Mathe saß ich am Fenster. Die Sonne schien direkt auf meinen Tisch, und als ich meine Hand über mein Heft hielt, sah ich plötzlich den Schatten meiner Finger. Sie bewegten sich leicht, zitterten fast unmerklich. Ich wusste gar nicht, dass meine Hand so zittert, wenn ich stillhalte. Es war so eine kleine, merkwürdige Entdeckung. Ich habe dann ein paar Sekunden lang nur meinen Schatten beobachtet, während der Lehrer vorne weiterredete. Niemand hat es bemerkt, aber für mich war es irgendwie faszinierend zu sehen, dass selbst in der Ruhe immer Bewegung ist.

Das Gewicht der Hantelscheibe in meiner Hand

Bevor ich eine Scheibe auf die Langhantel schiebe, halte ich sie manchmal einen Moment in der Hand. Zwanzig Kilogramm. Kalt, schwer, solide. Ich weiß nicht genau, warum ich das mache. Vielleicht, um mich daran zu erinnern, was ich gleich heben werde. Oder um diesen Moment der Ruhe vor der Anstrengung zu spüren. Kürzlich habe ich bemerkt, dass ich dabei immer tief durchatme, fast wie ein kleines Ritual. Es ist, als würde ich meinem Körper sagen: „Okay, jetzt wird's ernst, aber wir schaffen das." So eine banale Bewegung, aber sie erdet mich jedes Mal.




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