Die folgenden Beobachtungen habe ich auf dem Weg zur Schule gemacht. Es sind keine großen Ereignisse, eher kleine Momente, die sich in diesem Alltag permanent wiederholen. Erst wenn man bewusst darauf achtet, merkt man, wie ähnlich sich all diese Abläufe sind – und wie ähnlich sich Menschen in diesen Moment verhalten. Oft ist mir aufgefallen, wie sehr ich mich selbst in diesen Moment genau so verhalte wie andere Menschen.
Leute gehen schneller, wenn die Ampel grün wird
Alle stehen an der Ampel und schauen auf den Boden oder auf das Handy. Die Haltung ist locker. In dem Moment, in dem die Ampel auf grün schaltet, ändert sich etwas. Die Ersten gehen sofort los, danach kommen auch die anderen. Viele machen in diesem Moment größere Schritte und gehen schnell, als hätte es Zeitdruck. Manche lehnen sich auch leicht nach vorne, fast wie in einem Sprint. Ich habe gemerkt, wie sehr ich auch schnell gehe, obwohl ich keinen Grund dazu habe. Kaum bist du auf der anderen Seite, geht das Tempo wieder normal weiter.
Lachen ist ansteckend
Im Bus beginnt ein Mensch zu lachen. Erst leise, dann etwas lauter. Ich weiß nicht, warum. Nach ein paar Sekunden lachen zwei andere mit, ohne den Grund zu kennen. Man spürt sofort, wie sich die Stimmung verändert. Ich musste in einem solchen Moment einmal mitlachen, obwohl ich gar nicht wusste, worum es ging. Das passiert einfach automatisch.
Man sagt „passt schon“, auch wenn es nicht passt
Im Alltag höre ich den Satz „passt schon“ oft. Ein Mensch kommt zu spät oder macht einen Fehler, und sofort kommt dieser Satz. Obwohl man manchmal merkt, dass es nicht ganz stimmt, beendet dieser Satz einfach das Gespräch. Ich habe mich einmal dabei ertappen müssen, wie ich selbst schon einmal so reagiert habe, obwohl mich eine Sache eigentlich gestört hat.
Diese kleinen Momente scheinen unwichtig zu sein, aber sie zeigen, wie oft wir automatisch handeln. Ich achte nun mal mehr darauf, ob ich wirklich selbst entscheide oder einfach nur tue, was andere Menschen auch machen.
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