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Warum der tägliche Einkauf plötzlich weh tut

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Volontärin · BRG Kufstein
02.03.2026
2 Min.

Die Preise steigen und zwar genau dort, wo es besonders weh tut: beim täglichen Einkauf, bei der Stromrechnung und bei der Mobilität. Was früher selbstverständlich leistbar war, wird für viele Menschen zunehmend zur finanziellen Herausforderung. Deshalb stellt sich die Frage, ob eine gezielte Senkung der Mehrwertsteuer bei Grundbedürfnissen spürbare Entlastung bringen könnte.

Wenn jeder Cent zählt. (Foto: shutterstock)

Letzte Woche stand ich im Supermarkt vor dem Obstregal und musste kurz schlucken: Ein Kilo Äpfel kostete 3,49 Euro. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich vor ein paar Monaten noch etwa einen Euro weniger bezahlt habe. Auch Paprika kostete fast 4 Euro für eine kleine Packung. Bei einem einzelnen Produkt fällt das vielleicht noch nicht so stark ins Gewicht, doch an der Kassa kam der Moment der Wahrheit. Für einen ganz normalen Wocheneinkauf waren es über 70 Euro; früher bin ich mit 50 bis 55 Euro ausgekommen.

Genau wegen solcher Situationen würde ich drei Bereiche durch eine Senkung der Mehrwertsteuer gezielt entlasten:

Frisches Obst und Gemüse

Gesunde Ernährung darf kein Luxus sein. Wenn Äpfel, Beeren oder Brokkoli immer teurer werden, greifen viele automatisch zu günstigeren, oft ungesünderen Alternativen. Eine niedrigere Mehrwertsteuer würde besonders Familien und Menschen mit kleinerem Einkommen helfen – man müsste nicht mehr ständig überlegen, ob man sich frische Lebensmittel „leisten kann“.

Strom für den Haushalt

Strom gehört zur Grundversorgung. Steigen die monatlichen Fixkosten deutlich an, betrifft das nahezu alle Haushalte. Eine geringere Mehrwertsteuer würde die Rechnung unmittelbar spürbar senken. Vielleicht wären es „nur“ ein paar Euro im Monat, doch genau diese paar Euro entscheiden oft darüber, ob am Ende noch etwas übrig bleibt.

Monatskarten für Bus und Bahn

Eine Freundin von mir pendelt täglich zum Training; auch ihre Monatskarte ist in den letzten Jahren teurer geworden. Günstigere Öffis würden viele Menschen entlasten – vor allem Schülerinnen, Studierende und Pendlerinnen. Gleichzeitig wäre das ein Gewinn fürs Klima, weil mehr Menschen auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen könnten.

Meiner Meinung nach sollte eine Mehrwertsteuersenkung nicht wahllos erfolgen, sondern gezielt dort ansetzen, wo es um Grundbedürfnisse geht. Essen, Energie und Mobilität sind keine Extras, sondern Teil des Alltags und genau hier ist die Teuerung derzeit besonders spürbar.

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Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch die Kammer der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen

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