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Doomscrolling und die Suchtgefahr in sozialen Medien: eine Bedrohung für die psychische Gesundheit

Wien, 14. Januar 2026. Das Phänomen des Doomscrolling hat auch in Österreich eine besorgniserregende Verbreitung gefunden, insbesondere unter Jugendlichen. Die ständige Konfrontation mit negativen Nachrichten und die süchtig machende Natur sozialer Medien stellen eine wachsende Gefahr für die psychische Gesundheit der jungen Generation dar. Forscher und Experten warnen davor, dass die exzessive Nutzung digitaler Plattformen in Verbindung mit ständigen Selbstvergleichen gefährlich ist.

Das ständige Scrollen durch negative Nachrichten auf Social Media kann nicht nur Ihre Stimmung, sondern auch Ihre Schlafqualität gefährden. Besonders bei Jugendlichen. (Foto: Shutterstock)

Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Gallup Österreich aus dem Jahr 2021, ergab, dass 35 Prozent der Jugendlichen unter Schlafstörungen leiden, die mit exzessiver Social-Media-Nutzung zusammenhängen. 61 Prozent gaben an, oft vor dem Schlafengehen zu scrollen, was ihre Schlafqualität beeinträchtigt. Eine Studie der MedUni Wien zeigte, dass Bildschirmnutzung vor dem Schlafengehen die Produktion des Hormons Melatonin um bis zu 22 Prozent verringert, was zu Schlaflosigkeit führen kann.

Vergleiche und Bestätigungssucht

Der ständige Drang nach Anerkennung auf sozialen Medien hat auch negative Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl. Laut einer Studie der Universität Salzburg (2022) geben 47 Prozent der Jugendlichen an, sich regelmäßig mit anderen zu vergleichen, was zu einem Gefühl der Unzulänglichkeit führt. 40 Prozent berichteten von einem Anstieg des Glückshormons Dopamin durch positive Rückmeldungen, was das Bedürfnis nach immer mehr Bestätigung verstärkt.

Lösungsansätze

Immer mehr Initiativen setzen sich für die Förderung von Medienkompetenz und Digital Detox ein. 72 Prozent der Jugendlichen gaben an, ihre Bildschirmzeit vor dem Schlafengehen bewusst zu reduzieren. In Schulen wird zunehmend das Thema Medienerziehung aufgegriffen, und etwa 35 Prozent der Schulen in Österreich bieten bereits Programme zur gesunden Nutzung von Social Media an.


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