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Digitaler Siegeszug: Bankkarten erobern gerade unsere Geldbörsen

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Volontärin · College Rookie Team
19.03.2026
4 Min.

Wir leben in einer Zeit, die von Digitalisierung und Technologie geprägt ist. Das Kartenzahlen ist beliebter als vor ein paar Jahren geworden. Da die meisten Kartenzahlung bevorzugen, hat das Bargeld mittlerweile schon einen gewissen Wert verloren.

Kartenzahlung ist beliebter denn je. (Foto: geralt)

Studien der Österreichischen Nationalbank OeNB und der EZB belegen, dass die Beliebtheit der Kartenzahlung in deutlich gestiegen ist. Zwei Drittel aller Zahlungen im Geschäft werden bar abgewickelt. Das ist ein deutlicher Rückschritt zum Vergleich im Jah 2019, wo es 79 Prozent waren.

Im Jahr 2025 gaben erstmals 62 Prozenz der Österreicher an, dass sie Bargeld für die Mehrheit der alltäglichen Käufe nutzen. Jedoch wird die Karte immer häufiger für Beiträge über 50 Euro bevorzugt.

Auch das Bezahlen per App auf dem Smartphone boomt. Apps wie Apple Pay oder Google Pay sind gefragter denn je. Ende 2024 machten digitale Käufe per diese Apps bereits knapp 29 Prozent aller Kartenkäufe aus.

Scheine ohne Zukunft? Wie die Digitalisierung unser Verständnis von Geld verändert

Heutzutage sind wir hauptsächlich von Digitalisierung und Technologie geprägt. Die Kartenzahlung ist ein prägender Schritt dieser Generation.Da die meisten Kartenzahlung bevorzugen, hat das Bargeld mittlerweile schon einen gewissen Wert verloren.

Es ist ohne eine Karte oder App schwer geworden, einen Streaming-Dienst zu abonnieren oder in modernen Cafés zu bezahlen, wo nur Kartenzahlung erlaubt ist. Das Papiergeld scheitert an solchen Dingen. Im digitalen Raum ist das Bargeld wortwörtlich wertlos geworden. Aber eine Frage stellt sich dadurch. Wieso ist Kartenzahlung deutlich beliebter als Bargeld? Diese Frage lässt sich schwer beantworten, aber ein Hauptgrund dafür ist die Technologie und die Digitalisierung. In dieser Generation ist Digitalisierung ein wichtiger Teil des Alltags geworden, sodass es sich anscheinend auch bei der Art der Zahlung abgefärbt hat.

Karte schlägt Cash

Die Kartenzahlung ist erst in den letzten Jahren beliebter als das Bargeld geworden. Der große Wendepunkt war die Corona-Pandemie, doch die Beliebtheit der Zahlung per Karte wurde erst später erreicht.

Durch die Pandemie stieg die Nutzung von Karten sprunghaft an. In diesem Jahr wurde in Deutschland zum ersten Mal mehr Umsatz mit Karten als mit Bargeld gemacht.

Die Überholung fand dann in österreichs größtem Nachbarland im Jahr 2024 und 2025 statt. Laut einer Studie des Institut für Demoskopie Allensbach hat die Kartenzahlung die Barzahlung inzwischen auch bei der Anzahl der Einkäufe überholt. Im Jahr 2025 gaben erstmals 47 Prozent der Befragten an, bei ihrem letzten Einkauf mit Karte bezahlt zu haben, während Bargeld nur noch auf 41 Prozent kam.

Wieso wird Kartenzahlung bevorzugt?

Die Kartenzahlung wird immer beliebter und wird von vielen bevorzugt. Ein großer Vorteil daran ist, das kontaktlose Bezahlen mit der Karte oder per Handy dauert nur Sekunden. Es bereitet keine Umstände, da man nicht lange in der Geldbörse nach Münzen suchen oder auf das Wechselgeld warten muss.

Wenn man nicht das passende Geld per Hand hat ist die Kartenbezahlung sehr praktisch. Man hat dank der Karte immer das passende Geld dabei. Bei der Karte zahlt man exakt den Betrag, ohne dass das Kleingeldfach immer schwerer wird.

Einen besseren Überblick verschafft die Kartenzahlung auf dem ersten Blick. In der Banking-App sieht man sofort, wann man wo wie viel Geld ausgegeben hat. Man muss keine Kassenzettel sammeln, um zu wissen, wohin das Geld geflossen ist.

Manche finden Kartenzahlung sympathischer da das Risiko eines Diebstahls im Vergleich zur Bargeldzahlung gering ist. Eine verlorene Karte kann man sofort sperren lassen und das Geld auf dem Konto bleibt sicher. Aber bei Bargeld bekommt man das verlorene beziehungsweise gestohlene Geld nicht zurück.

Wie sieht die Lage in Österreich aus?

In Österreich ist die Situation besonders spannend, da die Menschen hier im Vergleich zu vielen anderen EU-Ländern immer noch sehr stark am Bargeld hängen. Dennoch ist deutlich spürbar, dass die Kartenzahlung immer beliebter wird.

Österreich gilt neben Deutschland als eines der Bargeld-verliebtesten Länder von Europa. Dennoch überzeugen die Rekordwerte bei Kartenzahlungen im Jahr 2024.Die Werte zeichnen sich mit rund 1,9 Milliarden Transaktionen aus. Eine Transaktion ist ein abgeschlossener Vorgang, bei dem Informationen, Geld oder Güter zwischen zwei Personen übertragen oder ausgetauscht werden.

Das Statement der jungen Generation: Bye-bye, Bargeld

Laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag von Visa (2025) meidet rund ein Drittel der unter 35-Jährigen Geschäfte, in denen ausschließlich Bargeld akzeptiert wird. In der heutigen Generation sind die meisten Fans der Kartenzahlung, weil sie schnell und kompakt ist. Den Bezug zum Geld haben die meisten jungen Menschen fast vollständig verloren, da digitale Zahlungen das Bargeld fast verdrängt haben. Jedoch verwenden etliche noch Bargeld in ihrem Alltag.

Zwischen Tradition und Technik: Warum Senioren dem Bargeld treu bleiben


Viele ältere Personen nutzen Karten zwar immer öfter, aber das Bargeld bleibt für sie die Nummer eins. Es ist für sie eine Frage von Gewohnheit, Sicherheit und Kontrolle. Die meisten älteren Leute bezahlen nicht mit Karten, weil sie sich mit dieser Art von Zahlung nicht auskennen.

Sie empfinden Bargeld als eine bessere Option, da sie genau wissen wie viel Geld sie noch haben oder wie viel sie noch sparen müssen. Viele Senioren verlieren bei der Kartenzahlung schnell den Überblick daran, was den Kontostand betrifft.

Außerdem wirkt digitales Geld unsicher und unsichtbar für ältere Personen. Es kommt die Angst des Hackens oder eines Fehlers beim Bezahlen auf. Vor allem weißt das digitale Zahlen Schwierigkeiten im Alltag wegen der Technik auf, da die Zahlen auf den Geräten oft klein gehalten sind, dass man sie kaum bemerkt.

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