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Dieser Balkon ist für mich das schönste Sommerplatzerl

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Volontärin · Akademisches Gymnasium Salzburg
05.05.2026
2 Min.

Ich spüre die warme Nachmittagssonne auf meiner Haut, durch die Luft weht der Duft von frischem Apfelkuchen, und in meiner Hand halte ich mein liebstes Buch. So fühlt sich für mich Sommer an, wenn ich einen Blick vom Balkon werfe.

Riecht ihr das? Den Geruch von Freiheit? Den finde ich auf meinem Balkon (Foto: shutterstock)

Die Luft ist schwer, doch in meinem Hängesessel ist die Temperatur angenehm. Die Sonne strahlt einem ins Gesicht und ich spüre förmlich, wie der Vitamin-D-Tank aufgefüllt wird und mit ihm die gute Laune Einzug hält. Meine Ohren nehmen das bekannte Geräusch wahr, wie im Hintergrund das Sprungbrett vom Strandbad nachfedert. Die Grillen zirpen friedlich, während alles schreit Sommer!

Mein liebstes Plätzchen

Jeder hat diese eine Wohlfühloase. Sie lässt mich besser fühlen, egal wie schlimm der Tag war. Vielleicht ist dieser eine Platz aber auch einfach bei diesem einen Menschen? Dann wäre mein liebster Platz natürlich bei meiner Familie und meinen Freunden.

Trotzdem habe ich manchmal einfach gerne meine Ruhe, deswegen ist mein Lieblingsplatz im Sommer definitiv mein Balkon, auch wenn ich ihn mir mit meinem Bruder teilen muss. Warum? Ich wohne neben einem See und liebe es, wenn die Sonnenstrahlen sich auf der leicht welligen Wasseroberfläche brechen. Schon beinahe, wie in der Serie H2O, die mir immer gut gefallen hat. Ich lasse meinen Blick schweifen, sehe viele glückliche Menschen, höre ihr Lachen und trotzdem nehmen nur die wenigsten mich wahr.

Meine Gedanken wabern mit der leichten Brise umher, als ich die raue Buchseite unter meinen Fingerkuppen spüre, um umzublättern. Ich genieße das Gefühl der Freiheit, das die Sommerferien mir immer bescheren. Das gleiche Gefühl müssen wohl auch die kleinen Spatzen haben, die ihre Kreise drehen und manchmal am Balkon einen Zwischenstopp einlegen. Und obwohl ich mich etwas zurückgezogen habe, bekomme ich immer noch mit, was im Garten los ist.

Meine Brüder quasseln irgendetwas miteinander und Papa stellt den Rasenmäher ab, weil Mama zu Tisch ruft. Jetzt steigt mir der süße Duft vom Apfelstrudel in die Nase. Die Äpfel, die wir gestern gemeinsam geerntet haben, und so verlasse ich meinen Beobachtungsposten, um die Zeit wieder weiterlaufen zu lassen.



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