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Die Tricks des Populismus: Eine Kommunikationswissenschaftlerin klärt auf

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Volontär · Wiener Mittelschule mit ökologischem Schwerpunkt
22.06.2026
2 Min.

Bald darf ich zum ersten Mal wählen. Darauf freue ich mich schon lange. Meine Stimme zählt. Viele von euch glauben vielleicht, eine einzelne Stimme würde keinen Unterschied machen. Aber von Annie Waldherr, Kommunikationswissenschaftlerin an der Universität Wien, habe ich erfahren, warum jede Stimme wichtig ist und welche Rolle ihr in einer Demokratie spielt.

Populismus hetzt "das wahre Volk" gegen vermeintlich korrupte "Eliten" auf. (Foto: Shutterstock)

Was genau ist Populismus? Dabei geht es um eine bestimmte Sicht auf die Welt. Populistische Politiker stellen häufig eine angeblich korrupte Elite dem sogenannten wahren Volk gegenüber. Zu dieser Elite zählen sie oft Politiker, wohlhabende Menschen oder Journalisten.

Annie Waldherr, Komunikationswissenschaftlerin der Uni Wien, erklärt: „Populismus ist eine Sicht auf die Welt, nach der der entscheidende Konflikt der zwischen einer bösen, korrupten Elite und einem sogenannten wahren Volk ist, das von dieser Elite hintergangen wird.“

Zählt eure Stimme wirklich?

Vielleicht fragt ihr euch, ob eure Stimme überhaupt etwas bewirken kann. Eine einzelne Stimme entscheidet nur selten über den Ausgang einer Wahl. Trotzdem gehen Millionen Menschen wählen.

Annie Waldherr sagt dazu: „Der Einfluss jeder und jedes Einzelnen ist vielleicht nicht riesig. Aber in Summe sind die Wählerinnen und Wähler extrem mächtig und können den Kurs eines Landes sehr stark beeinflussen.“

Dieses Zitat zeigt, wie wichtig eure Stimmen sind. Erst gemeinsam entscheidet ihr mit vielen anderen Menschen über die politische Richtung eines Landes.

Wer darf mitbestimmen?

In Österreich leben viele Menschen seit Jahren, arbeiten hier und zahlen Steuern. Einige kamen sogar hier zur Welt. Trotzdem dürfen sie nicht wählen, wenn ihnen die österreichische Staatsbürgerschaft fehlt. Viele Menschen empfinden das als ungerecht.

Auch das Wahlalter spielt in dieser Diskussion eine wichtige Rolle. Annie Waldherr erklärt: „Wenn man das Wahlalter senkt, sind mehr junge Menschen wahlberechtigt. Dann bekommen die Anliegen junger Menschen etwas mehr Gewicht, weil die Wählerschaft im Schnitt jünger wird.“

Aktiv werden statt nur ärgern

Politik findet nicht nur bei Wahlen statt. Wenn euch ein Thema wichtig ist, könnt ihr auch im Alltag etwas bewegen. Möglichkeiten dafür gibt es viele.

Annie Waldherr betont: „Gerade in kleinen Gemeinden, in der eigenen Schule oder im Betrieb gibt es Möglichkeiten, sich zu engagieren. Wenn man hartnäckig ist und sich reinkämpft, kann man mit Ausdauer einiges erreichen.“

Das Interview hat mir gezeigt, wie wichtig Beteiligung für eine Demokratie ist. Eure Stimme zählt. Wer sich informiert, mitdiskutiert und aktiv wird, kann die Gesellschaft mitgestalten.

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Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch die Universität Wien.

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