Haymitch steht mitten auf dem Marktplatz, die Sonne brennt auf seinen Kopf, und sein Herz rast wie wild. Die Namen werden vorgelesen, jeder Atemzug fühlt sich an, als könnte er der letzte sein, und dann hört er seinen eigenen Namen. In der Arena muss er gegen 49 andere Jugendliche kämpfen, die alle um ihr Überleben ringen, doch schon bevor er sie betritt, merkt er, dass in Panem nichts fair abläuft. Die Regierung manipuliert alles, die Auswahl der Tribute ist nur ein Teil eines größeren Spiels, und Haymitch spürt die Ungerechtigkeit in jeder Entscheidung. Haymitch überlebt die Spiele, doch der Sieg kostet ihn viel, körperlich und seelisch.
Neue Verfilmung
Die ursprüngliche Trilogie „Die Tribute von Panem“ ist wohl fast jedem bekannt, doch dieses Jahr veröffentlichte Suzanne Collins, die Autorin der Bücher, ein zweites Prequel. Auch eine Verfilmung ist gerade im Entstehen und geplant ist der Filmstart für November 2026. Das Buch spielt 24 Jahre vor der ursprünglichen Trilogie und beleuchtet die Geschichte von Haymitch Abernathy, welcher ein bereits bekannter Charakter ist.
Politischer Aspekt
Die „Tribute von Panem“-Reihe ist dafür bekannt, dass in den dystopischen Büchern einige aktuelle politische Themen verpackt sind. In diesem Teil wurde der Fokus auf den Einfluss von Propaganda und die Unterdrückung durch ein totalitäres Regimes gelegt. Auch in der realen Welt sind in einigen Ländern aktuell solche politische Situationen zu finden. Die Bevölkerung in Panem ist völlig abhängig von dem, was ihnen der Staat mitteilt, denn es gibt keine anderen Informationsquellen.
Vor allem bei den jährlichen Hungerspielen passieren immer wieder Aufstände der Tribute, welche von der Regierung vertuscht werden. Doch die Rebellen kommen nicht ungestraft davon und im schlimmsten Fall müssen ihre Geliebten den Kopf hinhalten.
Gut, aber es könnte besser sein
Obwohl ich das Buch als sehr gut empfand, vor allem da ich ein Fan der ursprünglichen Trilogie bin, gibt es ein paar Kritikpunkte. Zum einen kamen sehr viele Charaktere aus den anderen Büchern vor, was zwar für Fans der Reihe sehr spannend ist, aber teilweise etwas überflüssig wirkte. Auch die ursprüngliche Trilogie war stark politisch beeinflusst, jedoch war dies im neuen Buch nicht so gut eingebaut wie in den anderen. Aber im Endeffekt ist die Botschaft angekommen und ich würde das Buch und die gesamte Buchreihe jedem weiterempfehlen.
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