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Die Tour de France Femmes: Neue Heldinnen erobern den Berg der Legenden

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Redakteur · Privates Gymnasium Sacré Coeur Wien
31.07.2026
3 Min.

Tausende Fans am Straßenrand, Millionen vor den Bildschirmen und ein Berg, den fast jeder Radsportfan kennt. Bei der Tour de France Femmes wartet heuer eine Premiere: Zum ersten Mal führt die Strecke über den legendären Mont Ventoux. Für die Fahrerinnen geht es dabei um weit mehr als nur einen Etappensieg.

 

Der Mont Ventoux gehört zu den legendärsten Anstiegen des Radsports. 2026 fahren erstmals auch die Fahrerinnen der Tour de France Femmes über den berühmten Berg in der Provence. (Foto: Pixabay)

Die Straße wird immer steiler. Der Asphalt flimmert in der Sommerhitze, links und rechts feuern Tausende Fans die Fahrerinnen an. Vor ihnen ragt der Mont Ventoux fast kahl in den Himmel. Wer diesen Anstieg bezwingt, erreicht einen der berühmtesten Orte des Radsports.

Zum ersten Mal führt die Tour de France Femmes über den legendären Berg in Südfrankreich. Für viele Fahrerinnen ist das ein besonderer Moment. Der Mont Ventoux gehört seit Jahrzehnten zu den größten Herausforderungen der Tour de France der Männer. Nun schreiben auch die Frauen dort Geschichte.

Eine Tour so schwer wie nie zuvor

Die diesjährige Rundfahrt hat heute in Lausanne in der Schweiz begonnen und endet nach neun Etappen in Nizza. Mit 1.175 Kilometern und fast 18.800 Höhenmetern ist sie die längste und anspruchsvollste Tour de France Femmes seit ihrer Neuauflage im Jahr 2022.

Als Favoritinnen gelten unter anderem die Niederländerin Demi Vollering, die Tour-Siegerin von 2023, die Polin Kasia Niewiadoma sowie die Titelverteidigerin Pauline Ferrand-Prévot aus Frankreich. Auch Österreich ist mit Christina Schweinberger und Valentina Cavallar vertreten.

Der bekannteste Berg des Radsports

Mit seinen 1.909 Metern Höhe ist der Mont Ventoux schon von Weitem zu erkennen. Wegen seiner kahlen Kuppe wird er oft auch „Riese der Provence“ genannt. Der Anstieg zählt zu den härtesten im internationalen Radsport. Fast 16 Kilometer geht es bergauf – oft bei großer Hitze und starkem Wind.

Für viele Fans ist der Berg deshalb einer der spektakulärsten Orte der Tour de France. Gleichzeitig erinnert er an einen der traurigsten Momente der Sportgeschichte.

Ein Denkmal erinnert bis heute

1967 kollabierte der britische Radprofi Tom Simpson rund zwei Kilometer vor dem Gipfel. Trotz sofortiger Hilfe starb der ehemalige Weltmeister noch am Straßenrand. Später wurde bekannt, dass starke Dehydrierung sowie die Einnahme von Amphetaminen und Alkohol zu seinem Tod beigetragen hatten.

Heute erinnert ein Denkmal an dieser Stelle an Simpson. Tausende Radsportfans halten dort jedes Jahr an. Auch die Fahrerinnen werden in diesem Jahr an diesem Ort vorbeifahren und an ein Ereignis erinnert werden, das den Radsport bis heute prägt.

Frauenradsport gewinnt immer mehr Fans

Noch vor wenigen Jahren stand der Frauenradsport deutlich weniger im Mittelpunkt als heute. Inzwischen verfolgen Millionen Menschen die Tour de France Femmes. Die Zuschauerzahlen steigen, die Straßen sind voller Fans und immer mehr junge Mädchen entdecken den Radsport für sich.

Tour-Direktorin Marion Rousse sieht darin eine beeindruckende Entwicklung. Vor vier Jahren habe sie sich noch Sorgen um die Zukunft des Frauenradsports gemacht. Heute könne sie sich kaum vorstellen, was dieses Wachstum noch aufhalten sollte.

Mehr als nur ein Anstieg

Wenn die Fahrerinnen den Mont Ventoux erreichen, kämpfen sie um Sekunden, das Gelbe Trikot und vielleicht sogar um den Gesamtsieg. Gleichzeitig fahren sie über einen Berg, der wie kaum ein anderer für Triumph, Leid und die Geschichte des Radsports steht.

Vielleicht macht genau das diese Etappe so besonders. Wer den Mont Ventoux bezwingt, gewinnt nicht nur Zeit auf die Konkurrenz. Er wird Teil einer Geschichte, die seit Jahrzehnten Millionen Sportfans begeistert.

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