Von der ersten Klasse an bringen uns Eltern und Lehrer bei, was die „richtige“ Art zu lernen ist. Meistens ist das stilles Sitzen, volle Konzentration auf den Unterricht und das Anfertigen von schriftlichen Arbeiten. Diese Methode soll Disziplin und Fokus fördern, doch für viele ist es genau das Falsche.
Die meisten von uns lernen im Laufe der Schulzeit leider nicht wirklich, wie sie richtig lernen, weil das Lernen selbst nur auf eingeschränkte Weise vermittelt wird. Dabei wird oft übersehen, dass es ganz unterschiedliche Lernstile gibt und das Verständnis des eigenen Lerntyps entscheidend dafür ist, langfristig erfolgreich zu sein. Im schulischen Alltag wird häufig davon ausgegangen, dass alle gleich lernen, doch in Wahrheit benötigt jede Person individuelle Strategien, um Wissen effektiv aufzunehmen und zu behalten.
Welcher Lerntyp bist du?
Im Idealfall sollte jeder im Laufe der Schullaufbahn herausfinden, welcher Lerntyp sie oder er ist. Manche Menschen lernen am besten visuell, also durch Bilder, Diagramme, Farben oder grafische Darstellungen. Andere wiederum sind auditiv veranlagt und behalten Informationen leichter, wenn sie diese hören, etwa durch Diskussionen oder eigene Erklärungen laut ausgesprochen. Wieder andere sind manuelle oder kinästhetische Lerntypen, die durch Bewegung, praktische Übungen oder das eigene Ausprobieren besonders gut lernen. Oft handelt es sich jedoch nicht um eine klare Einteilung in nur eine Kategorie, sondern um eine Mischform verschiedener Lernstile, die individuell unterschiedlich ausgeprägt ist. Und mal ehrlich: Wer weiß das schon?
Umso wichtiger wäre es, dass uns Lehrer und Eltern dabei helfen, unseren persönlichen Lernstil zu entdecken und entsprechend zu fördern. Wenn Lernende verstehen, wie sie selbst am effektivsten Wissen aufnehmen, können sie selbstständiger, motivierter und erfolgreicher arbeiten, und das nicht nur in der Schule, sondern auch im späteren Berufsleben und Alltag.
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