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Die Reise eines T-Shirts im Kreislauf

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Volontärin · HLM HLW Krems
1 Kommentar
26.01.2026
2 Min.

„Kann ich das noch einmal anziehen oder soll es weg?!“ Diese Frage klingt banal, ist aber hochaktuell. Vor allem für junge Menschen. Unsere Kleidung begleitet uns täglich, trotzdem werfen wir sie viel zu schnell weg. Dieser Text zeigt, warum das so ist, wie nachhaltiges Leben im Alltag funktionieren kann und welche besseren Alternativen es gibt. Denn die Entscheidungen, die wir heute treffen, prägen die Zukunft mehr, als wir denken.

Diese T-Shirts müssen bei Rissen nicht weggeworfen werden. Aus ihnen können neue Kleidungsstücke entstehen. (Foto: Matthias_Groeneveld)

Sollen wir Kleidung gleich wegwerfen, sobald wir Mängel an ihr entdecken? Das ist eine Frage, die sich viele Menschen stellen, auf die es aber nicht so schnell eine Antwort gibt. Heutzutage gibt es schon viele verschiedene Ideen, um die Nutzung seiner Kleidung nachhaltig zu verbessern. Eine Idee ist besonders spannend, und das ist der Gedanke der ,,Kreislauf-Kleidung“.

Was ist „Kreislauf-Kleidung“ nun eigentlich?

Unter ,,Kreislauf-Kleidung“ versteht man Kleidung, die komplett in einem einzigen Kreislauf bleibt. Stell dir einmal vor, du erwirbst eine schöne Hose, womöglich gleich aus nachwachsenden Materialien, und trägst diese über mehrere Jahre gerne. Doch irgendwann entdeckst du, dass sich die Hose leider abgenutzt hat. Was wäre nun, wenn du diese Hose nicht einfach wegwerfen müsstest, sondern sie in ihre Ausgangsteile zerlegen könntest und aus deiner alten Lieblingshose wieder eine wunderschöne, nagelneue, recycelte Hose bekommst?

Das wäre ein revolutionärer und gleichzeitig nachhaltiger Weg, in Zukunft mit Kleidung umzugehen. Diese neuartige Produktion von Kleidung könnte viele Probleme lösen, vor allem für die Umwelt.

Funktioniert diese neuartige Idee nun auch?

Viele glauben nun, das sei nur Wunschdenken. Doch glücklicherweise sieht man heute schon die ersten Ansätze der Besserung im Umgang mit Kleidung. Beispiele dafür sind ,,Take back“-Programme bei H&M, Patagonia oder noch vielen anderen Marken. Weiters werden Kleidungsstücke oft so hergestellt, dass sie nach ihrer Nutzung endlos im Kreislauf bleiben können. Das nennt man Cradle-to-Cradle-Konzept.

In Zukunft werden diese Ideen hoffentlich noch stärker ausgebaut und weiterentwickelt, um späteren Generationen einen nachhaltigeren Umgang mit Kleidung so früh wie möglich vermitteln zu können und uns alle auf eine bewusste Nutzung von Kleidungsstücken aufmerksam zu machen.

Kommentare

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    am 26.01.2026 Johanna Wagmeier
    Ich hoffe sehr, dass derartige Konzepte Verbreitung finden werden. Aktuell sind viele Stoffe sehr dünn und entsprechend schnell kaputt.