Fische können nicht mehr atmen: die Meere und ihr Müll

Weiße Strände und romantische Sonnenuntergänge? Der größte Müllteppich in den Weltmeeren ist zwanzig Mal so groß wie Österreich. Doch das ist nicht das einzige Problem mit den Meeren.

Eine Schildkröte ist von einem Netz gefangen.
Trübes Wasser durch abstrebende Algen und Müll im Wasser: Neben den Fischen leiden auch die Schildkröten am Umgang der Menschheit mit den Meeren. (Foto: Bixabay)

Wer ans Meer denkt, denkt automatisch an einen wunderschönen Strand, klares Wasser und Sonnenuntergänge. Die wenigsten Menschen sehen, wie verschmutzt die Meere durch Plastik und Schadstoffen wie Pestizide und radioaktive Abfälle sind.

Dünger der Landwirtschaft verunreinigen die Meere zum Beispiel. Regen schwemmt ihn ins Meer. Was katastrophale Folgen hat. Bestimmte Algenarten vermehren sich stark und trüben das Wasser. Mangels Licht sterben am Meeresgrund mehrjährige Pflanzenarten wie Seegras und Tangwälder aus. Schwer betroffen ist davon die Ostsee.

Gefahr für Menschen und Fische

Wenn Algen absterben, zersetzen sie Bakterien . Dieser Vorgang verbraucht mehr Sauerstoff, als die Algen während ihrer Lebenszeit produziert haben. So entstehen “tote Zonen“. In Gewässern mit mangelndem Sauerstoff sterben Fische, weil sie nicht mehr atmen können. 15 Prozent der Ostsee sind davon betroffen. In der Nordsee gelten 25 Prozent des Meeresbodens als tot.

Schädlich sind jedoch auch Öl- und Müldeponien. Ölteppiche entstehen zu 90 Prozent durch Menschenhand, zum Beispiel durch Unfälle mit Öltankern, Bohrinseln und Pipelines. Müllteppiche formen sich aus den rund 10 bis 12 Millionen Tonnen Plastik, die jedes Jahr im Meer landen. So entstand zum Beispiel der “Great Pacific Garbage Patch“, der größte Müllteppich der Welt. Er ist etwa 20-mal so groß wie Österreich.





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